Justiz lässt Amokläufer unbehelligt

Bevölkerung in Angst

Justiz lässt Amokläufer unbehelligt

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Er stach zwei Frauen nieder, ist auf der Flucht. Doch die Fahndung steckt im Ferien-Modus.

Wien. Regelmäßig fahndet die Staatsanwaltschaft mit Fotos nach kleinen Dieben und Handtaschenräubern. Jetzt, wo wirklich Gefahr in Verzug ist, glänzt die Staatsanwaltschaft durch Ladehemmung. Der Amokläufer, der diese Woche in Favoriten wahllos zwei Frauen ­niedergestochen und dabei schwer verletzt hat (ÖSTERREICH berichtete), läuft immer noch frei herum.

Er wurde auf einem Überwachungsvideo wiedererkannt. Doch das Foto­material bleibt weiter unter Verschluss. Begründung: Nicht nötig, solange Aussicht darauf besteht, den ­Täter auch anderweitig zu fassen. Und überhaupt: ­Seine Persönlichkeitsrechte haben erst mal Vorrang.

Die Angst in der Bevölkerung scheint nur eine untergeordnete Rolle zu spielen, selbst erfahrene Polizeibeamte fassen sich inzwischen an den Kopf. „Was ist, wenn der wieder durchdreht und einfach zusticht?“, fragen sich besorgte Mütter in ­Favoriten.

Die Antwort kennt nur der Staatsanwalt.
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