Leitet Stabstelle

Neuer Kanzler-Sonderbeauftragter steuert Reformen

Verantwortung für die Koordination und Umsetzung zentraler Reformprojekte.

Ab 19. Jänner 2026 übernimmt Markus Gstöttner (39) als Sonderbeauftragter des Bundeskanzlers die Leitung der Stabstelle Reformpartnerschaft 2026 und wird im Bundeskanzleramt tätig sein.

In dieser Rolle ist er für die strategische Steuerung und Koordinierung der zentralen Reformprojekte verantwortlich. Die Bestellung ist zeitlich befristet und an die Umsetzung der Reformpartnerschaft 2026 gebunden.

Markus Gstöttner, Sonderbeauftragter des Kanzlers und Leiter der Stabstelle Reformpartnerschaft 2026.

 Markus Gstöttner, Sonderbeauftragter des Kanzlers und Leiter der Stabstelle Reformpartnerschaft 2026. 

© C.Stadler/Bwag cc4.0

Wichtige Reformen stehen an

Im Juni vergangenen Jahres wurde im Rahmen der Landeshauptleutekonferenz in Salzburg die Reformpartnerschaft für Österreich beschlossen. Sie zielt darauf ab, über alle staatlichen Ebenen hinweg Reformen umzusetzen. Konkret sollen bis Ende 2026 Reformen in den Bereichen Verwaltungsvereinfachung, Kompetenzbereinigung, Gesundheit sowie Bildung und Energie umgesetzt werden, die die Verwaltung effizienter, bürgernäher, einfacher und sparsamer machen.

Neben früheren Tätigkeiten im Bundeskanzleramt war Gstöttner als Unternehmer und Unternehmensberater tätig. Darüber hinaus bringt er parlamentarische Erfahrung auf Landesebene mit.

Kurz-Vertrauter

Gstöttner verfüge "über langjährige Erfahrung in politischen Steuerungsfunktionen sowie in der operativen Führung", erklärte das Bundeskanzleramt. Der 39-jährige Wiener gilt als Vertrauter von Ex-Kanzler Kurz. 2017 stieß der Unternehmensberater zum Team von Kurz, wurde zu dessen Wirtschaftsberater und letztlich stellvertretender Kabinettschef im Kanzleramt. Nach dem Rücktritt von Kurz wegen Korruptionsvorwürfen wurde Gstöttner 2021 unter dessen Nachfolger Karl Nehammer (ÖVP) Kabinettschef, bevor er im Oktober 2022 in die Privatwirtschaft wechselte. In der Politik blieb er als ÖVP-Gemeinderat in Wien noch bis zur Gemeinderatswahl im Vorjahr.

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