"Justizopfer" aus Häfen-Spital getürmt

Wien

"Justizopfer" aus Häfen-Spital getürmt

Der Tiroler, der in Moskau Asyl wollte und verhaftet wurde, ist aus dem Gefängnis geflüchtet.

Roman Riml ist aus dem Sonderkrankenhaus Wilhelmshöhe der Justizanstalt Josefstadt geflüchtet. „Ich bin im Ausland“, sagt der Familienvater, der sich selbst als „Justizopfer“ sieht. Zuletzt hatte der Tiroler für Aufsehen gesorgt, weil er nach Moskau flüchten wollte, um dort Asyl zu beantragen – ÖSTERREICH berich­tete. Jetzt bangt zu Hause die Ehefrau um das Leben des schwer kranken Häftlings.

Riml muss eine achtmonatige Gefängnisstrafe absitzen. Er hatte hohe Schulden aufgetürmt, diese fast beglichen. Lediglich die Honorarnoten für zwei Anwälte waren offen geblieben. Die Juristen trieben ihn in die Insolvenz, Riml wurde vor Gericht zur Rechenschaft gezogen. Eine Fußfessel wurde ihm verweigert, auf seine schwere Krankheit nahm die Justiz keine Rücksicht. Der zu 90 Prozent Invalide entschloss sich, Österreich den Rücken zu kehren.

Er kam allerdings nur bis Weißrussland, kehrte zurück und wurde verhaftet. „In der Krankenanstalt haben sie mir nicht die richtigen Medikamente gegeben“, behauptet er.

Roman Riml, der zu erblinden droht, will sich im Ausland einen Arzt suchen.

(lae)



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