Literatur

"dichterloh"-Festival lässt Lyrik in der Alten Schmiede hochleben

Von 20. bis 23. April finden im Rahmen des Lyrikfestivals "dichterloh" in der Alten Schmiede Lesungen mit Ulf Stolterfoht, Karin Peschka, Theresa Luserke und weiteren Szenegrößen statt.

Die Glut der Osterfeuer ist längst verloschen, aber die Sprache brennt weiter: Am 20. April geht das traditionelle Lyrikfestival "dichterloh" in der Alten Schmiede in die nächste Runde und bringt Dichterinnen und Dichter aus mehreren Ländern für drei Tage zusammen. Dabei wird nicht nur aus neuen Werken vorgetragen, sondern auch über das Schreiben an sich diskutiert. Zum Auftakt präsentiert der Deutsche Ulf Stolterfoht sein Langgedicht "rückkehr von krähe".

Kuratiert wird das Festival, das am ersten Abend auch mit einer Podiumsdiskussion zum "Anarchischen in der Dichtung" aufwartet, wieder von Michael Hammerschmid. Neben Stolterfoht widmen sich die slowenische Dichterin Anja Golob und ihr deutscher Kollege Steffen Popp im gemeinsamen Gespräch "Möglichkeiten und Hindernissen für eine unangepasste Lyrik". Ein Langgedicht namens "bus grås haud haam" hat am zweiten Festivaltag (21. April) auch Karin Peschka im Gepäck: In dem im oberösterreichischen Dialekt verfassten Text "folgen wir einer Stimme, die den Ambivalenzen und Resonanzen des Heimkommens in ein Dorf und des Weggehens, Wegstrebens nachspürt", wie es in der Ankündigung heißt. Im Anschluss lesen Patricia Mathes aus "wo sind wir in uns hin" und die Kanadierin Eva H.D. aus "Wenn alle deine Freunde vom Felsen springen".

Nach einem Tag Pause geht "dichterloh" schließlich am 23. April mit Lesungen von Theresa Luserke aus ihrem ersten Gedichtband "ist liegt hinterm haus" und Hannah K Bründl mit "schilfern" ins Finale, bevor die beiden dann mit Maë Schwinghammer in einer Podiumsdiskussion "poetik im futur" ergründen. Hier stellen sich Fragen nach den "Zukünften der Dichtung", utopischen dichterischen Entwürfen und den geeigneten gesellschaftlichen Kontexten für künftige Poesie. Wie die klingen wird, erfährt man dann sicher bei einer der nächsten"dichterloh"-Ausgaben in der Alten Schmiede.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten