Ohne entsprechende Schutzmaßnahmen könnten gleich zwei Bauwerke aus der Wiener Geschichte für immer verschwinden. Noch ist nichts entschieden, weshalb die Initiative Denkmalschutz weiter Druck macht.
Die "Initiative Denkmalschutz" schlägt Alarm, weil sie zwei historisch wertvolle Objekte im Bereich Heimkehrergasse und Laaer Berg durch Neubauten gefährdet sieht. Ihr Vorschlag: Eine streng am Bestand orientierte Widmung und die Ausweisung als Schutzzone. Damit sollen Höhe, Fläche und Geschoßanzahl exakt fixiert werden. Das Ziel ist es, den Abriss der Gebäude zu verhindern und damit das Stadtbild zu erhalten.
Haus Tscholakoff.
Im Fokus steht zum einen das Haus Tscholakoff in der Heimkehrergasse 43. Das Einfamilienhaus wurde Mitte der 1970er-Jahre von der bulgarisch-österreichischen Architektin Anna Lülja Praun entworfen und gilt als architektonisches Einzelstück. Ohne Schutz drohe langfristig der Verlust dieses besonderen Zeitdokuments, so die Befürchtung.
Funkanlage als seltenes Relikt
Noch brisanter ist die Lage am Laaer Berg. Dort steht eine ehemalige Militärfunkanlage aus der Zeit der k.u.k.-Monarchie. Teile der Anlage wie Gebäude und Sendemasten sind bis heute erhalten geblieben. Derartige Anlagen sind mittlerweile äußerst selten geworden.
k.u.k. Militärfunkanlage.
Die Initiative fordert deshalb, nicht nur einzelne Gebäude, sondern das gesamte Areal "Kastenbaum" zur Schutzzone zu erklären. Auch, weil das Gebiet Teil eines geschützten Naturraums ist. Zusätzlich läuft bereits ein Denkmalunterschutzstellungsverfahren beim Bundesdenkmalamt, dessen Ausgang bis dato noch offen ist.