Hoffnung

Rettung in letzter Minute für den USV Neulengbach?

Der erfolgreichste Frauenfußball-Verein Österreichs steht vor dem Scherbenhaufen: Zwölf Meistertitel, zehn Cupsiege, Champions-League-Stammgast – und jetzt die Insolvenz. Gibt es noch einen Strohhalm? 

Nach den Osterfeiertagen wird beim Landesgericht St. Pölten der Insolvenzantrag eingebracht. Das bittere Ende eines einst stolzen Klubs. Der letzte Hoffnungsschimmer: den Spielbetrieb zumindest bis Saisonende zu retten. „Seitens der Mannschaft gibt es positive Signale", so Sportstadtrat Wolfgang Süss. Auch Trainer Andreas Ogris könnte sich vorstellen, bis zum Schluss zu bleiben. Am 8. April entscheidet der Bundesliga-Senat 5 über die Spielgenehmigungen – die Chancen auf eine Rettung in letzter Minute gehen allerdings gegen null.

Österreichs Frauen-Fußball trauert: Neulengbach ist pleite!

Traditionsklub vor dem Aus

Dabei hatte Neulengbach erst vor wenigen Monaten mit neuem Logo, professionelleren Strukturen und Ex-Model Cheyenne Ochsenknecht als Präsidentin neu durchgestartet. Ein Plan, der grandios scheiterte. Hinzu kommt ein struktureller Nachteil: Als einziger Bundesliga-Klub ohne Männer-Profimannschaft im Hintergrund fehlt die wirtschaftliche Basis.Gehälter werden seit Längerem nicht mehr bezahlt, eine Lizenz für die nächste Saison wurde gar nicht erst beantragt. Was bleibt, ist die Sorge um 180 Kinder im Verein. „Da ist es das vorrangige Ziel, dass sie weiter Fußball spielen können“, so Süss. Der USV Neulengbach kämpft ums Überleben: Wir hoffen weiter – und bleiben wieter am Ball.

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