Ein Kaninchen ist kein Oster-Geschenk, sondern eine jahrelange Verpflichtung - das sollte vor der Anschaffung genau bedacht werden.
Die Versuchung ist groß, doch die Folgen oft bitter: Rund um Ostern steigt die Nachfrage nach Kaninchen stark an. Aus gegebenem Anlass warnen die Tierschutzombudsstelle Wien und das TierQuarTier vor Spontankäufen von Kaninchen.
Denn: Viele unterschätzen, wie anspruchsvoll die Haltung der Tiere wirklich ist. Kaninchen brauchen Platz, Bewegung und vor allem Artgenossen. In Wohnungen stoßen Halter dabei schnell an ihre Grenzen. Statt niedlicher Kuscheltiere handelt es sich um sensible Lebewesen mit klaren Bedürfnissen. Wer ein Tier aufnimmt, übernimmt Verantwortung - und zwar über Jahre hinweg.
Überforderung im Alltag
Die Realität zeigt ein bekanntes Muster: Nach den Feiertagen landen viele Tiere im Heim. Spontane Käufe entpuppen sich im Alltag als Überforderung. Auch in Wien werden Kaninchen immer wieder ausgesetzt oder abgegeben, sobald Aufwand und Pflege unterschätzt wurden oder sich Lebensumstände ändern.
Klar ist: Tiere sind keine Überraschung fürs Osternest! Stattdessen empfehlen Experten tierfreundliche Alternativen wie Spielzeuge oder Bücher. Und wer wirklich helfen will, kann auch Patenschaften übernehmen oder Tiere anderweitig unterstützen, ohne sie gleich zu Hause aufzunehmen.