Copa Cagrana

Wien

Streit um Copa Cagrana eskaliert

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Ein millionenteures Lokal wird für nur knapp vier Jahre auf die Donauinsel gebaut. 

Der Schlagabtausch zwischen Ex-Pächter Norbert Waldenburg und der Stadt Wien um die Copa Cagrana geht in die nächste Runde. Konkret hat Waldenburg seine 2016 erstattete Anzeige um Sachbeschädigung erweitert und Stadträtin Ulli Sima selbst mit eingeschlossen. ÖSTERREICH liegt das Dokument exklusiv vor. „Es gibt ein OGH-Urteil, das feststellt, dass es Sachbeschädigung ist“, so Waldenburg. Wien habe einige der Verfahren gewonnen, aber „wo sie nicht gewonnen haben, haben sie ohne Bescheid abgerissen. Sie haben einfach alles zerstört“, sagt Waldenburg.


Mieter

Weiters sei es zu Doppelvermietungen gekommen. „2010 hat Sima die Grundstücke an sich gezogen und 2011 um einen Euro an die WGM vermietet, obwohl es Pächter gab“, so Waldenburg. Laut Staatsanwaltschaft sei gegen Ulli Sima nichts anhängig. Die Anzeige wurde aber erst letzte Woche erweitert.


Abriss

Auch ein fraglicher Lokal-Neubau wirft Fragen auf. „Laut Bescheid muss dieser 2019 wieder abgerissen werden“, wundert sich der Ex-Pächter. Bis zu vier Millionen Euro wurden in ein 2015 eröffnetes griechisches Lokal investiert, das dem Flächenwidmungsplan nicht entspricht. Im Bescheid der Baupolizei – der ÖSTERREICH vorliegt – ist eine Befristung „bis 31. 12. 2019“ vermerkt. Weiter heißt es: „Das nach §71 BO bewilligte Bauwerk ist mit Ablauf der Bewilligung ohne Anspruch auf Entschädigung oder den Ersatz irgendwelcher Kosten abzutragen.“

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