Twitter- Häftling narrt Justiz

Tausende Follower: Fake oder Insasse?

Twitter- Häftling narrt Justiz

Wer ist "Mr. X", der mit einem verbotenen Handy aus dem Häfen twittert? 

Wien. Die Justiz ist über den User, der nach eigenen Angaben seit 1. August aus der JA Josefstadt einen Twitter-Account betreibt und nur über Fakten („Keine Gewalt, keine Drogen. Einblick in die Welt der Gefangenen“) berichtet, "not amused". In der Nacht auf Dienstag wurde auf einen konkreten Verdacht hin, wer der äußerst kommunikative Mann mit dem verbotenen Handy sein könnte, ein Haftraum durchsucht.

Smartphone wurde bei der überstürzten Zellen-Razzia keines gefunden. Justizwachebeamte halten es nicht für ausgeschlossen, dass die Tweets von einem ehemaligen Insassen stammen, der nach seiner Enthaftung jetzt "von draußen" als vorgeblicher "Häfenbruder“ seine Nachrichten absetzt.

Eine Ordnungsstrafe überlebe ich auch noch

Währenddessen sind Insider und Fans des Accounts, der mittlerweile mehr als 4.100 Follower hat, überzeugt, dass der Mann, der seine Beobachtungen (um etwas zu verbessern im Strafvollzug) in gewählten Worten beschreibt, tatsächlich in einer Zelle sitzt und vermutlich bald überführt werden wird. "Die Ordnungsstrafe überlebe ich auch noch", merkt der Häftling dazu augenzwinkernd in einem Tweet an.



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