Wien: Brutale Räuber-Bande gefasst

15 Überfälle

Wien: Brutale Räuber-Bande gefasst

Eine der schlimmsten Räuberbanden, die sogar 90-Jährige ausraubte, wurde gefasst.

Die Bande ging immer nach demselben Muster vor: Zuerst beobachteten die bereits Vorbestraften ihr potenzielles Opfer, dann verfolgten sie es eine Weile. Sobald die Gelegenheit gekommen war, sprachen sie die ältere Person an und lenkten sie mit einer Frage ab.

Dann ging alles ziemlich schnell. Das Opfer wurde brutal zu Boden gerissen – in manchen Fällen sogar geprügelt – und im Zuge dessen beraubt. Einige der Opfer kamen mit mehreren Knochenbrüchen ins Spital.

Durch Überfälle 15.000 bis 20.000 Euro erbeutet
Insgesamt 15 Mal schlug das Quintett, für das die Unschuldsvermutung gilt, zu. Die fünf Rumänen, darunter ein Ehepaar, reisten zu diesem Zweck immer aus Ungarn ein. An der österreichischen Grenze hatten sie sich in ein Billighotel einquartiert, von dem aus sie ihre Raubzüge nach Wien unternahmen. Ihre Opfer suchten sie sich nach zwei Kriterien aus: Sie mussten älter sein und hilflos wirken.

Täter wurden von allen Opfern identifiziert
Zum ersten Mal wurde die Polizei auf die Gruppe im August aufmerksam. Als sich immer wieder Überfälle in nahezu identer Manier ereigneten, waren sich die Ermittler sicher, dass es sich um eine kleine Organisation handeln musste. Am 16. September beobachteten Beamte Eva B. (39) und einen ihrer Komplizen, wie die beiden ein Opfer ausspionierten. Kurze Zeit später wurden die zwei festgenommen. Auch ihre drei Bandenkollegen konnten bereits am nächsten Tag gefasst werden. Alle Opfer erkannten die Teilgeständigen wieder. Die Polizei erhofft sich weitere Hinweise: 01/31310 DW 33800.

Ermittler Klug: Die Opfer leiden noch heute an Folgen
ÖSTERREICH: Wie geht es den Opfern? Leiden sie an Folgeschäden?
Robert Klug: Nicht alle Opfer haben sich vom brutalen Übergriff erholt. Zum einen dauert der körperliche Heilungsprozess bei älteren Menschen länger, zum anderen fühlen sich Raubopfer sehr unsicher. Einige leben seitdem in Angst.

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