Kälte: Vermummung 'de facto' aufgehoben

Für Kälte-Tage

Kälte: Vermummung 'de facto' aufgehoben

Russische Kälteluft lässt Wien einfrieren – die Polizei erlaubt "Vermummung".

Wien friert nächste Woche förmlich ein: Ab Montag werden die Temperaturen selbst am Nachmittag über -6 Grad nicht hinaus gehen. Nachts werden die Temperaturen in Österreich -20 Grad erreichen. Laut Wetterdienst UBIMET sogar -25 Grad.
 
Dazu kommen Dauerfrost und lebhafter Nordostwind, der Kaltluft aus Russland bringt. Die Wiener Polizei reagiert jetzt auf die eisige Wetterprognose: Das Vermummungsverbot wird in der Bundeshauptstadt für die kommenden Tagen de facto aufgehoben.
 
Die Polizei habe Verständnis, dass sich die Menschen bei -12 Grad in der Früh ihr Gesicht vor der Kälte schützen wollen, so Polizeisprecher Maierhofer gegenüber oe24. Das heißt, das Vermummungsverbot wird weder gestraft noch abgemahnt.
 
Wenn eine Person sich offensichtlich mit einem Schal vor Kälte im Gesicht schützt, wird es deswegen keine Amtshandlung geben, so Maierhofer. "Die Polizei, könne natürlich keine bestehenden Gesetz einfach so aufheben", sagt der Polizeisprecher. Daher werde jeweils der Einzelfall bewertet und entschieden, ob es zu einer Abmahnung komme.