An der Wiener Skyline tut sich etwas Gewaltiges beim Thema Energie. Die innovative Außenhaut des DC Tower 2 wird zum vertikalen Kraftwerk und sorgt heuer für eine grüne Revolution bei den Betriebskosten.
Der Frühling hält Einzug in Wien und auf der Donauplatte gibt ein besonderer Riese ordentlich Gas. Nachdem der DC Tower 2 pünktlich zum Jahreswechsel seine volle Höhe von 175 Metern erreicht hat, ist auf der Baustelle in der Donau City längst die nächste Phase angebrochen. Wo im Jänner noch der nackte Beton des Rohbaus dominierte, erkennt man jetzt im April bereits deutlich die glitzernde Zukunft der Wiener Skyline. Während andere Projekte in Europa stillstehen, verwandelt sich der schlanke Monolith derzeit in ein echtes technisches Wunderwerk.
Fassade wird zum Kraftwerk
Das Herzstück des Turms ist seine innovative Außenhaut, die derzeit Stück für Stück montiert wird. Insgesamt 3.432 Photovoltaik-Elemente machen den Wolkenkratzer zum ersten vertikalen Solarkraftwerk dieser Größenordnung in ganz Europa. Der Clou dabei ist die direkte Stromgewinnung an der Fassade. Die gewonnene Sonnenenergie wird im laufenden Betrieb sofort für die Haustechnik oder die Kühlung verbraucht. Das spart nicht nur CO2 ein, sondern soll auch die Betriebskosten für die künftigen Mieter deutlich senken. Zudem schützen die Paneele die Innenräume vor der starken Hitze im Sommer.
Wohnen mit Weitblick über den Wienerwald
Im Inneren des 53 Stockwerke hohen Giganten herrscht derzeit Hochbetrieb beim Ausbau der 314 Mietwohnungen. Seit dem Erreichen der Dachgleiche im Jänner wurden kilometerweise Leitungen verlegt und Unmengen an Estrich gegossen. Die künftigen Bewohner erwartet ab einer Höhe von 100 Metern ein Wohnerlebnis der Extraklasse. Geplant sind neben privaten Loggien auch exklusive Extras wie ein hauseigenes Kino oder Proberäume für Musiker. In den obersten Etagen entstehen zudem noble Penthäuser mit eigenen Weinlagerräumen. Der Mix aus Luxus und Nachhaltigkeit ist die Antwort der Planer auf die moderne Nachfrage am Immobilienmarkt.
Countdown für die vertikale Stadt
Neben den Wohnungen im oberen Bereich entstehen in den unteren Etagen moderne Büros und ein großzügiger Gastronomiebereich. Damit soll die Donau City noch lebendiger werden und den Bewohnern alles an einem Ort bieten. Trotz der komplexen Logistik zwischen Autobahn und U-Bahn-Trasse liegen die Arbeiten voll im Plan. Die Übergabe an die ersten Mieter ist für das Ende des heurigen Jahres vorgesehen. Wenn die Bauarbeiten in diesem Tempo weitergehen, wird der DC Tower 2 schon bald als grünes Wahrzeichen über der Donau thronen und beweisen, dass Wien beim klimafreundlichen Hochhausbau den Ton angibt.