Wirbel um wilde Corona-Partys in den Prater-Auen

''Grüne Bezirkschefin völlig untätig''

Wirbel um wilde Corona-Partys in den Prater-Auen

Hunderte Kids feiern mit dröhnenden Bässen nächtelang im Naturschutzgebiet.

„Ich traue mich nach 20 Uhr nicht mehr in die Prater-Auen. Da wird mitten im streng geschützten Naturschutzgebiet auf einer Wiese hinter der Kleingartensiedlung Sonnenschein ein illegales Benzinaggregat ­angeworfen, der Alkohol fließt in Strömen, und bis 8 Uhr früh am nächsten Morgen kann kein Anrainer ein Auge zumachen“, so die Leopoldstädterin Renate H., die hier bis vor Kurzem mit ihren Kindern immer Fußball spielte: „Das geht jetzt nicht mehr, weil hier überall gebrauchte Spritzen und Glasscherben herumliegen.“

Frau H. war auch schon bei der grünen Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt: „Uschi Lichtenegger ist völlig untätig. Sie sagte mir nur, dass die jungen Leute halt gerne hier feiern.“

Polizei kontrollierte, die Partys liefen aber weiter

Die Polizei habe zwar schon mehrfach kontrolliert, sei aber letztlich unverrichteter Dinge wieder abgezogen. „Völlig unverständlich, dass da möglicherweise sogar jemand eine Veranstaltung mitten in den geschützten Prater-Auen genehmigt hat – ich glaube ja, dass heuer kaum eines der vielen Rehkitze, die es hier alljährlich gibt, den Stress durch die illegalen Corona-Partys überlebt hat“, so die Anrainerin.

Josef Galley