Idomeni Flüchtlinge

Flüchtlinge schafften es bis Österreich

"Wir überlebten das Horror-Camp von Idomeni"

Familie Ashbalo war in Idomeni gefangen. Jetzt ist sie in Österreich. Ihre Albtraum-Reise.

Mehr als zehntausend Flüchtlinge sitzen an der griechisch-mazedonischen Grenze fest. Täglich werden es mehr. Sie kommen zu Fuß, in Elendsmärschen aus Thessaloniki. Zum Glück hörte am Samstag wenigstens der Regen auf. Die Situation ist aber noch immer katastrophal. Das Camp sieht inzwischen abartig aus: Verdreckte, winzige Zelte, Schlamm, die Fäkalien türmen sich in einem Ring ums Lager. Es stinkt. Dazwischen Kinder, Frauen, Schwangere, Ältere, Kranke.

Krankheiten
Durchfall und fiebrige Erkrankungen – das sind die Hauptprobleme, die die wenigen Ärzte in Idomeni beschäftigen. Auch einige Fälle von Masern gibt es bereits. Trotzdem hält der Flüchtlingszustrom ungebrochen an. Obwohl die Menschen wissen, dass sie nicht weiterkommen. Täglich werden nur einige Hundert durchgelassen.

Kälte
Es gibt kaum wetterfeste Sammelzelte. Zudem wuchert der Platz am Stacheldrahtzaun, wächst zum Campingplatz im Schlammloch. Die Menschen fieren, zünden sogar ihre Decken an, um sich einigermaßen warm zu halten.

Schlimm auch die Versorgung: 36.000 Mahlzeiten geben die Helfer aus. Kosten pro Tag: 50.000 Euro. Peanuts im Vergleich zu den Problemen, vor denen die Menschen stehen. Sie wissen nicht, ob sie jemals Zentraleuropa erreichen werden.



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