Wirbel um »blutende Madonna«

Wie in »Braunschlag«?

Wirbel um »blutende Madonna«

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Das Foto einer blutenden Madonna sorgt für gehörige Aufregung in Salzburg.

Rainer Limpöck (56) ist von Beruf Diplom-Sozialpädagoge. Und er ist ein Mythologe, nennt sich selbst einen Alpenschamanen. Zu seinem vorrangigen Forschungsgebiet zählt der Untersberg, der als Kraft- und Kultort bekannt ist. Am Fuße des Untersbergs im beschaulichen Großgmain gelang Limpöck jetzt ein Schnappschuss der besonderen Art.

Madonna von Großgmain »blutete« aus der Brust
Er fotografierte die vor der dortigen Kirche postierte Muttergottesstatue, als aus ihrer Brust eine rötlich-braune Flüssigkeit tropfte, der Schwall immer größer wurde und über ihren Umhang zu Boden rann. Der Mythologe war sich sicher, stellte das Foto ins Netz: „Es handelt sich um ein Blutwunder.“ Der Wirbel war perfekt und das Rätselraten groß.

Nur Wasser?
Großgmains Pfarrer Herbert Schmatzberger glaubt indes nicht an ein Wunder. Zu ÖSTERREICH: „Im Inneren der Madonnenstatue verlaufen Wasserleitungen. Darin muss sich Rost angesammelt haben. Er hat das Wasser gefärbt, das aus der Statue in den Brunnen fließt.“ Mittlerweile hat der Regen das „Blut“ wieder abgewaschen, die Madonna selbst kam unter ihren winterlichen Glassturz. Die Erzdiözese dazu: „Wir halten nichts von den Gerüchten rund um ein ‚Blutwunder‘.“

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