Hofer Le Pen

FPÖ lud nach Wien

Wirbel um Gipfel der Rechten

Strache lud rechte Politiker aus ganz Europa zum „Patriotischen Frühling“ in Wien.

„Patrioten aller ­europäischen Länder, vereinigt euch“, skandiert Heinz-Christian Strache vor einer Vielzahl in- und ausländischer Journalisten am Freitag in Wien. Durch die Fenster des Parlaments dringen die Rufe linker Demonstranten. Sie richten sich gegen die Gäste des FPÖ-Chefs.

Grüne Kritik an Hofer: »Er hofiert Rechtsextreme«

Die umstrittene rechtspopulistische Französin Marine Le Pen –sie verglich etwa öffentliche Gebete von Muslimen mit der deutschen Nazi-Besatzung – war Straches Ruf ebenso gefolgt wie Marcus Pretzell von der AfD. Auch rechte Politiker aus Großbritannien, Italien, Rumänien, Belgien und Tschechien nahmen gestern an Straches „Patriotischem Frühling“ teil.

Brexit
Bei der Pressekonferenz streuen sich die Rechten gegenseitig Rosen: „Ein neuer Wind weht auf unserem Kontinent“, so Le Pen. Thema war auch das bevorstehende Referendum der Briten über einen EU-Austritt. „Ich möchte, dass alle Länder gefragt werden über ihre Beziehung zur EU“, so die Front-National-Chefin. Anschließend noch ein kurzer Besuch Le Pens bei Norbert Hofer.

Aufschrei
Ein paar Fotos, ein Handkuss, das war’s. Kritik hagelte es vor allem am Setting: Hofer missbrauche „seine Funktion, wenn er die rechtsextreme französische Politikerin Marine Le Pen – die keine Staatsfunktion hat – im Ministerratszimmer des Parlaments öffentlichkeitswirksam hofiert“, empört sich der Grüne Albert Steinhauser in einer Aussendung.



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