Zwei Mal Mord und Selbstmord

Eifersuchts-Dramen

Zwei Mal Mord und Selbstmord

Zwei Eifersuchts-Tragödien haben sich in Österreich ereignet.

Nach einem Mord und Selbstmord im Innviertel kam es nur Stunden später auch in Klagenfurt zu einem Mord und Selbstmord: Ein 55 Jahre alter Klagenfurter erschoss in der Nacht auf Donnerstag in seinem Auto eine 45-jährige Frau. Anschließend beging er Selbstmord, wie Chefinspektor Bernhard Grilc erklärte.

Der Mann ist für die Polizei kein Unbekannter.  "Gegen ihn herrschte ein aufrechtes Waffenverbot, er ist bereits mehrfach kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten", so Grilc. Die Tatwaffe war ein - nicht gemeldeter - Trommelrevolver.

© APA/ Eggenberger
Mord und Selbstmord in Klagenfurt

Das sichergestellte Fahrzeug/ (c) APA/ Eggenberger

Der Selbstständige fuhr mit seiner Begleiterin, sie war Kellnerin, mit dem Auto in einen Waldweg im Westen der Landeshauptstadt, wo er die Waffe zog und die Bluttat beging. Die Frau war geschieden, ob die beiden eine Beziehung hatten, war vorerst ungeklärt. Knapp vor 8.00 Uhr fand ein Aufsichtsjäger auf seiner Morgenrunde in dem Waldstück das Auto mit den beiden Toten und alarmierte die Polizei. Das Fahrzeug wurde inzwischen in die Polizeikaserne nach Krumpendorf gebracht, die Ermittlungen liefen am Nachmittag noch auf Hochtouren.

Über das Eifersuchts-Drama im Innviertel lesen Sie hier:

Ein 51-jähriger Innviertler hat in der Nacht auf Donnerstag in Mörschwang (Bezirk Ried) seine 44 Jahre alte Ex-Freundin und sich selbst erschossen. Der Landwirt habe aus Eifersucht gehandelt, sagte Sicherheitsdirektor Alois Lißl im Gespräch mit der APA. Die beiden hatten sich zu Jahresbeginn getrennt, die Frau hatte seit wenigen Wochen einen neuen Freund.

Die Familie des späteren Opfers konnte offenbar nicht ahnen, dass eine Bluttat bevorsteht: Wenige Stunden vor dem Mord habe der Mann noch seinen dreijährigen Sohn besucht und sich dabei ganz normal verhalten, so Lißl. "Die Frau hat den Großeltern anschließend nichts Aufsehenerregendes darüber erzählt."

Verwandte hörten Schüsse
Um 1.15 Uhr läutete der 51-Jährige schließlich bei seiner Ex-Partnerin. Als sie ihm die Tür öffnete, feuerte er sofort mehrmals auf sie. Die Frau brach reglos zusammen. Der Landwirt lief zu seinem Wagen zurück und richtete die Waffe dort gegen sich selbst. Er war auf der Stelle tot. Verwandte hatten die Schüsse gehört und verständigten Polizei und Rettung. Die Frau wurde noch ins Landeskrankenhaus Ried eingeliefert, erlag dort aber wenig später ihren Verletzungen.

"Eine schwierige Aufgabe wird es, das Ganze dem Kind beizubringen", sagte Lißl. Der gemeinsame dreijährige Sohn des Landwirtes und seiner früheren Lebensgefährtin befand sich während der Tat in der Nähe und schlief. Eine Obduktion soll nun klären, wie viele Kugeln der Mann abgefeuert hat.

Erst am Sonntag hatte ein 26-jähriger Kärntner im Bezirk Spittal an der Drau seine um drei Jahre ältere Lebensgefährtin getötet, während die gemeinsame Tochter (1) im Nebenzimmer schlief. Der junge Mann stellte sich selbst der Polizei.
 

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