Am 3. Jänner erleben wir den Wolfsmond, den ersten Vollmond des Jahres.
Diese Bezeichnung hat ihren Ursprung bei den Naturvölkern Nordamerikas. Sie nahmen das verstärkte Heulen der Wölfe Ende Jänner oder Anfang Februar wahr und assoziierten es mit dem Vollmond, daher der Name Wolfsmond. Heute wissen wir, dass Wölfe heulen, um mit ihren Artgenossen zu kommunizieren, nicht weil sie den Mond anheulen.
Früher hatte jeder Vollmond im Jahr einen eigenen Namen, der sich meist auf besondere Ereignisse in diesem Monat bezog. So gibt es etwa auch den Schneemond, der in erster Linie auf den Februar zutrifft, aber auch im Jänner verwendet wird.
Wo ist der Wolfsmond zu sehen?
Der Wolfsmond erreichte bereits am Samstag, den 3. Jänner seine größte Helligkeit. Der Mond befindet sich dabei in einer Sichtlinie mit dem Fixstern Sirius, dem hellsten Stern am nächtlichen Himmel. Sirius ist Teil des Sternbilds Großer Hund und liegt rund 8,6 Lichtjahre von der Erde entfernt. Gleichzeitig zeigt sich auch Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems, gut sichtbar am Firmament. Bei klarem Himmel lassen sich sowohl der strahlende Stern als auch der Planet problemlos mit bloßem Auge erkennen.
Darüber hinaus findet an diesem Tag ein weiterer astronomischer Vorgang statt: Der Kleinplanet Chiron beendet seine rückläufige Phase und geht in die direkte Bewegung über. Dieses Ereignis ist zwar optisch nicht wahrnehmbar, wird jedoch präzise in astronomischen Ephemeriden dokumentiert.
Viele Bezeichnungen
Das Phänomen des Wolfsmondes ist nicht nur in Nordamerika bekannt. Im deutschsprachigen Raum wurde der erste Vollmond des Jahres traditionell als Hartung oder Hartmond bezeichnet, was auf den harten, gefrorenen Boden im Januar anspielt.
Der Wolfsmond ist also mehr als nur ein Himmelsereignis. Er verbindet uns mit alten Traditionen und erzählt von der Beziehung zwischen Mensch, Natur und dem Lauf der Zeit.