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Kokain-Anklage

Fendrich-Prozess jetzt fix

Einspruch abgelehnt: Rainhard Fendrich muss vor Gericht. Die Anklage wegen Konsums und Weitergabe von Kokain ist rechtskräftig.

„Ich bin enttäuscht und erschüttert“, kommentiert Fendrichs Staranwalt Dr. Manfred Ainedter den jüngsten Paukenschlag in der Kokain-Affäre rund um seinen prominenten Mandanten: Das Oberlandesgericht Wien bestätigte die Anklage gegen Rainhard Fendrich wegen Konsums und Weitergabe von Kokain in mehreren Fällen, teilte am Montag Staatsanwalt Walter Geyer mit.

Damit ist fix, dass der Künstler vor Gericht muss. Der Prozesstermin steht noch nicht fest, schon aber die Strafdrohung: bis zu sechs Monate Gefängnis.

Kreuzverhör
Die Anklage ist der Höhepunkt eines Schlagzeilen-Gewitters, in das Fendrich heuer im April geriet, als er von Drogenfahndern mit zwei Gramm Koks erwischt wurde. Im Kreuzverhör sang der Künstler wie aufgezogen – und belastete andere weiße Nasen mit klingenden Namen, darunter Filmproduzenten, Szene-Gastronomen und den Nobelschneider Bruno Zehner.

Pech für Fendrich: Als Dankeschön für seine Plaudereien sagten ihm die Ermittler Diskretion in eigener Sache zu. Aber schon zehn Tage später brach ein hochrangiger Cop das Versprechen – und spielte den Fendrich-Akt Medien zu.

Gegenschlag
Und als Ex-Freund Zehner solcherart erfuhr, wer ihn bei der Exekutive verraten hatte, sorgte auch er dafür, dass es nicht fad wurde am Drogendezernat: Zehner gab zu Protokoll, dass er bei fröhlichen Treffen von Fendrich „sicher zehn Mal mehr Kokain bekommen“ hat „als er von mir“. Worauf der Staatsanwalt den Entertainer nicht mehr nur als Süchtigen betrachtete, der nach eigenen Angaben „in 15 Jahren schon einen Ferrari verkokst hat“, sondern auch als Verteiler. Und mit denen macht das Strafgesetz ernst.

Vorbildwirkung
Anklage also. Im Oktober wurde die von Fendrichs Anwalt Ainedter beeinsprucht („Die Angaben Zehners sind nur ein Racheakt“), aber jetzt vom Oberlandesgericht bestätigt. Begründung: Erstens sei Kokain kein Spaß, sondern eine schwere Droge. Zweitens habe Fendrich als Popstar eine Vorbildwirkung auf Jugendliche. Mit der Anklage ist die geplante Konzert-Tournee des Entertainers gefährdet.

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