Ab 2013 später in Pension

Pensionsautomatik

Ab 2013 später in Pension

Die Einigung auf die Pensionsautomatik könnte die SPÖ zerreißen: Denn schon ab 2013 dürfte das Pensionsalter angehoben werden.

In der SPÖ ist wieder Feuer am Dach. Die Einigung von SPÖ-Sozialminister Erwin Buchinger mit ÖVP-Minister Martin Bartenstein auf die berüchtigte Pensionsautomatik empört weite Teil der Partei.

Pensionsalter steigt
Warum ist leicht erklärt. Künftig sollen Schnitte ins Pensionssystem nicht vom Parlament beschlossen werden – sondern automatisch erfolgen. Konkret: Steigt die Lebenserwartung um mehr als ein halbes Jahr und steigt das Defizit der Pensionsversicherung über 25 Prozent muss der Sozialminister an fünf Schrauben drehen. Am Pensionsalter, der Pensionshöhe, der jährlichen Pensionsanhebung, den Pensionsbeiträgen sowie am Bundeszuschuss zur PVA. Soll heißen: Das Pensionsalter steigt automatisch, auch die jährliche Pensionsanhebung soll geringer ausfallen. Und zwar möglicherweise schon ab 2013 – bis dahin dürfte die Lebenserwartung der dann 65-Jährigen um ein halbes Jahr gestiegen sein.

Revolte
Genau daran reibt sich der mächtige Chef der SPÖ-Pensionisten, Karl Blecha. Im Interview mit ÖSTERREICH kündigt Blecha erbitterten Widerstand an – Junge und auch Pensionisten „werden nach 2003 jetzt zum zweiten Mal bestohlen“, geißelt er den „Verschlechterungsautomatismus“. Und Blecha hat nicht einmal schlechte Karten, vor allem der Gewerkschaftsflügel in der SPÖ macht gegen den Plan mobil. So besteht der mächtige GPA-Chef Wolfgang Katzian darauf, dass weiter die Politik entscheiden müsse. Auch der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl sagt: „Es kann nicht aufgrund von Rechenbeispielen automatische Arbeitszeitverlängerungen geben.“

Beruhigungspille
Buchinger versuchte umgehend, die erhitzten Gemüter zu beruhigen: „Meine Experten sagen, dass das Pensionsalter frühestens im Jahr 2020 angehoben wird.“

Noch härtere Schnitte?
Pensionsexperte Theodor Thomandl ist anderer Meinung, es werde schon früher am Pensionsalter gedreht. Um wie viel, „weiß derzeit kein Mensch“. Und Tomandl rechnet mit noch härteren Schnitten: Auch mit Automatik werde das Pensionssystem einfach zu teuer.

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