Doku, Buch & FP-interne Debatten

Ibiza-Affäre kehrt jetzt zurück

Die blaue Ibiza-Affäre scheint vergessen. In Wirklichkeit soll sie aber bald zurückkehren.

Derzeit wirkt es so als, ob die FPÖ mit quasi Wunderhand SPÖ und ÖVP permanent dazu bringen würde, sich in Polit-Schlachten gegeneinander zu verstricken und die Blauen außen vor zu lassen. In Umfragen stabilisiert sich die FPÖ denn auch. Das Ibiza-Skandalvideo – in diesem hatte Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte Staatsaufträge im Gegenzug für Parteispenden in Aussicht gestellt – scheint derzeit völlig in Vergessenheit zu geraten.

Neue Details des Ibiza-
 Videos werden enthüllt

Können sich die Freiheitlichen – also ihre neue Führung um Norbert Hofer und Herbert Kickl – also entspannt zurücklehnen? Nicht wirklich. Denn rechtzeitig zum ­Intensivwahlkampf – also ab der letzten Augustwoche – soll das Ibiza-Video wieder ein Comeback feiern. Immerhin hatten die Aussagen von Strache die Republik tatsächlich erschüttert: Er selbst musste zurücktreten. Die türkis-blaue Koalition platzte. Erstmals in der Zweiten Republik wurde ein Innenminister entlassen. Und als Premiere gab es auch einen erfolgreichen Misstrauensantrag gegen das gesamte Kabinett von Ex-Kanzler Sebastian Kurz.

Der ORF wird also eine Doku über den Fall Ibiza im Wahlkampf ausstrahlen. Die Aufdeckerjournalisten Bastian Obermayer und Frederik Obermaier werden am 22. August das Buch mit dem schillernden Titel Die Ibiza-Affäre veröffentlichen. Auf 272 Seiten werden die zwei Journalisten der Süddeutschen Zeitung dabei auch „neue Enthüllungen“ über den Ex-FP-Chef und die Umstände des Videos enthüllen, versprechen sie. Bastian Obermayer kündigt konkret an: „Was HC Strache in den 7 Stunden in der Ibiza-Villa wirklich gesagt hatte und was vorher schon passiert ist“, werde aufgedeckt.

Auch VP-Kanzlerkandidat Sebastian Kurz und seine SP-Herausforderin Pamela Rendi-Wagner wollen ab spätestens September die Blauen wegen des Ibiza-Videos wieder verstärkt ins Visier nehmen, berichten Insider. Während Strache weiter eifrig darüber auf Facebook schreibt.

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