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Kripo durchsuchte Manga-Verein in Wien

Hacker-Krimi: Neue Spur zu Angreifer auf ÖVP-Zentrale

Der Hackerangriff auf die ÖVP: Nach einer Spur nach Frankreich führt nun eine nach Wien-Favoriten, zu einem Comic-Verein. Diese Manga-Fans wurden selbst gehackt, die Kripo kam den Tätern aber näher.

Die Spezialisten des Bundeskriminalamts sind nun wieder etwas weiter bei der Suche nach den Tätern, die Ende August und Anfang September die EDV der ÖVP-Zentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse gehackt haben und massenweise hochbrisante Daten gestohlen haben: Eine wichtige Spur in diesem Cyber-Krimi führt nämlich in die Landgutgasse in Wien-Favoriten, erfuhr ÖSTERREICH aus Ermittlerkreisen.

Manga-Club ebenfalls gehackt

In einem unscheinbaren grauen Wohnblockin der Landgutgasse ist der AniManga-Club eingemietet, ein "Arbeitskreis zur Förderung der japanischen Popkultur in Österreich". Und die Ermittler im Hacker-Krimi wissen nun bereits: Vom Server dieses Manga-Vereins starteten die Angriffe auf die ÖVP-Zentrale. "Allerdings dürften auch diese Comic-Fans selbst Opfer der Computerhacker geworden sein", berichtet ein Kriminalist. So ist erwiesen, dass auch der Server dieses Vereins gehackt worden ist - und offenbar als Angriffsplattform gegen den ÖVP-Server verwendet worden ist.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Kurz und VP-Generalsekretär Karl Nehammer

Durchsuchung des Vereinslokals

Die Manga-Experten aus Favoriten stimmten auch einer "freiwilligen Nachschau" in ihren Räumlichkeiten zu und ließen die Cyber-Spezialisten des Bundeskiminalamts auch nach möglichen Spuren der Täter in ihrem Server suchen. Und dabei dürften die Ermittler fündig geworden sein: Mehrere verdächtige IP-Adressen wären aufgefallen, die Exekutive ist somit den wahren Hackern wieder einen Schritt näher.

Werden die wahren Täter jetzt nervös?

Der Hacker-Angriff auf die ÖVP hat kurz vor der Wahl bekanntlich für enorm viel Aufregung gesorgt und war tagelang das bestimmende Thema in Österreichs Innenpolitik. Die EDV-Experten der Volkspartei stellten fest, dass Hacker 1,3 Terabyte an Daten abgegriffen hätten, darunter auch Teile der Buchhaltung und Listen mit Wahlkampf-Ausgaben. Politische Gegner der ÖVP hatten sogar behauptet, dass es "die ÖVP selbst war, die sich gehackt hat", um "von anderen unangenehmen Themen abzulenken". Diese weitere Spur lässt diese These nun noch unwahrscheinlicher klingen. Die ÖVP-Führung will aber weiterhin auf Verleumdungs-Klagen verzichten: "Das richtet sich ohnehin von selbst." Es sei ohnehin nur noch eine Frage der Zeit, wann die wahren Täter auffliegen.

 

Video zum Thema: Neue Spur zu Angreifer auf ÖVP
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