Kern spottet über Regierung - und erntet Shitstorm

"Klassenfahrt des Ministerrats"

Kern spottet über Regierung - und erntet Shitstorm

Spitzen gab es rund um den Brüsselbesuch der Bundesregierung am Mittwoch zwischen Opposition und Regierung. SPÖ-Chef Christian Kern kritisierte via Twitter die hohen Kosten für die "Klassenfahrt des Ministerrats" nach Brüssel.

Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) wies dies zurück und warf dem "ehemaligen Kurzzeitkanzler" vor, selbst als Regierungschef stets mit dem Privatjet durch Europa geflogen zu sein.

Kern: "Unglaubwürdig, liebe Regierung"

"Kritik an üppiger EU-Kommission üben und zeitgleich eine Luxus-EU-Ratspräsidentschaft in Österreich abhalten, inklusive unnötiger und teurer Klassenfahrt des Ministerrats nach Brüssel. Das ist unglaubwürdig, liebe Regierung", schrieb SPÖ-Chef Kern in einem Twitter-Posting, das er kurz darauf wieder löschte. Zudem warf der Oppositionschef der Bundesregierung vor, statt 43 Millionen Euro 120 Millionen für den EU-Vorsitz budgetiert zu haben.

Shitstorm auf Twitter

Unter dem noch nicht gelöschten Tweet häufte sich die Kritik an Kerns Aussagen. "Es muss verdammt weh tun, wenn man nichts mehr zu sagen hat, das blitzt immer wieder durch. Trotzig wie ein Kind, dem man das Spielzeug weggenommen hat. Echt enttäuschend Ihre Auftritte", kommentierte ein User. "Herr Kern, lesen Sie "Die Welt" über Kurz, im Gegensatz zu Ihnen hat er einen guten Ruf!", schrieb ein weiterer.

Ein anderer Twitter-Nutzer kommentierte: "Herr Kern, haben Sie es noch nicht gelernt, dass nur Taten zählen? In vielen Ländern beneidet man Österreich für die aktuelle Politik von Sebastian Kurz und Co. Was haben Sie mittlerweile getan, damit es allen ÖsterreicherInnen besser geht?", ein weiterer schrieb: "Herr Kern, Sie und Ihre SPÖ-Genossen sind Versager! Ihre Chance hatten Sie, und diese haben Sie dilettantisch verbockt! Bundeskanzler Kurz ist Ihnen haushoch überlegen und das wissen Sie..."

Strache: "Muss Hand und Fuß haben"

Strache wies Kerns Kritik in der Ständigen EU-Vertretung Österreichs in Brüssel zurück. "Da kann man sich nur wundern", meinte der FPÖ-Chef. "Als wäre das nicht eine Normalität, wenn die Regierung für die Vorbereitungen des EU-Vorsitzes hierher fliegt, das noch dazu Economy und nicht mit dem Privatjet, wie das Herr Kern bei jedem Flug innerhalb der Europäischen Union vorgenommen hat. Das hat mehr gekostet als heute für alle Regierungsmitglieder, die Economy geflogen sind", so der Vizekanzler weiter. "Ich war früher selbst Opposition und habe viel kritisiert, aber wenn man kritisiert, muss es Hand und Fuß haben."

Karas: "Konstruktive Oppositionsarbeit sieht anders aus"

Auch der Europaabgeordnete Othmar Karas kritisierte die Aussagen von SPÖ-Klubobmann Kern: "Ich begrüße das bewusst gesetzte Signal, dass die Bundesregierung ihre Ministerratssitzung vor der österreichischen Ratspräsidentschaft in Brüssel abhält. Die Vernetzung der österreichischen Bundesregierung mit der Europäischen Kommission ist wichtig und notwendig. Wenn das jemand kritisieren will, dann soll er das sachlich begründen, anstatt halblustige Kommentare abzugeben. Konstruktive Oppositionsarbeit sieht anders aus."

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