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Ex-Innen-Minister im Interview

Kickl: 'Rackete ist eine Ikone der Blödheit'

oe24.TV: Darf man Flüchtlinge im Mittelmeer retten und in ­Italien an Land bringen?
 
Herbert Kickl: Das ist der Missbrauch eines Begriffs, des Begriffs Seenotrettung. Was dort passiert, ist ein brutales Schlepperwesen. Frau Rackete ist auf der dunklen Seite der Macht. Sie handelt zutiefst unverantwortlich, und auch die deutschen Politiker – das ist doch eine Sentimentalitätsduselei.
 
oe24.TV: Man soll die Leute ­also ertrinken lassen?
 
Kickl: Man darf diese Leute retten, muss sie aber zurückbringen, wo sie herkommen. Die Schlepper beobachten so nützliche Idioten wie die Frau Rackete genau. Das ist nicht hart, das muss man den Leuten zumuten. Rackete ist eine Ikone der Blödheit.
 
oe24.TV: Es gibt das Gerücht, dass die Balkanroute wieder löchriger wird.
 
Kickl: In den letzten Wochen sind die Aufgriffszahlen wieder gestiegen. Das funktioniert nur durch organisierte Schlepperei. Weil man vermutet, dass man in Österreich nicht mehr so gut aufpasst. Dann fehlen weitere Maß­nahmen. Ich würde als Innenminister beispielsweise das Militär ermächtigen, die Leute dingfest zu machen.
 
oe24.TV: Und jetzt werfen Sie sich in den Wahlkampf?
 
Kickl: Ich werde mich auf den Wahlkampf an vorderer Front konzentrieren, um die Themen Sicherheit, Identität und so weiter.
 
oe24.TV: Wählen wir eigentlich nur aus Jux und Tollerei? Sie wollen ja die Regierung mit Kurz fortsetzen.

Kickl: Mir geht es so wie ­vielen: Ich verstehe es nicht. Jene, die im Ibiza-Video auftreten, haben Konsequenzen gezogen. Sebastian Kurz hat versucht, eine Koalition des Vertrauens zu beenden und der FPÖ das Innenressort zu entreißen. Wenn man sich darauf einlässt, hätten wir einen wesentlichen Teil unserer Gestaltungsmöglichkeit aufgegeben, nämlich beim Thema Migration.
 
oe24.TV: Wie geht es weiter? Warum gehen wir wählen? Kommt wieder Türkis-Blau?
 
Kickl: Ich wünsche mir, dass dieses Reformprojekt weitergeht. Wir können nahtlos fortsetzen und weitermachen.
 
Oe24.TV: Das heißt aber: Innenministerium bei der FPÖ?
 
Kickl: Das ist eine wesentliche Ansage, dass wir Schlüsselressorts in FPÖ-Händen haben, weil wir bereit sind, dort anzupacken.
 
oe24.TV: Und Sie persönlich?
 
Kickl: Es wäre gelogen, wenn ich das nicht wollte.
 
oe24.TV: Aber Kurz sagt, mit Ihnen nicht mehr.
 
Kickl: Sebastian Kurz hat schon viel gesagt.
 
oe24.TV: Van der Bellen hat aber angekündigt, Sie nicht mehr anzugeloben.

Kickl: Warum, Herr Bundespräsident? Was habe ich mit Ibiza zu tun? Es kann sein, dass ihm meine restriktive Asylpolitik nicht gefallen hat. Ich denke, in diesem Punkt teilt die Mehrheit der Bevölkerung meine Position.
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