Kurz will, dass Frauen länger arbeiten

Neuer Pensionskrach

Kurz will, dass Frauen länger arbeiten

Kein Weihnachtsfriede in der Koalition. Im Gegenteil: Nachdem Außenminister Sebastian Kurz – als Chef der Jungen ÖVP – am Sonntag in ÖSTERREICH eine Pensionsreform gefordert hat, ist in der Regierung wieder Feuer am Dach.

Kurz will nicht nur das Pensionsalter für Frauen rascher anheben als geplant. Er tritt auch für jene automatische Anhebung des Pensionsalters (analog zur Lebenserwartung) ein, die die SPÖ bis aufs Blut ärgert.

Sozialminister Rudolf Hundstorfer ließ ÖSTERREICH ausrichten, dass er derlei ausschließe. SPÖ-Geschäftsführer Norbert Darabos: „Die ÖVP verunsichert damit die Pensionistinnen und Pensionisten.“ Anders Neos-Chef Matthias Strolz, der Kurz rundweg zustimmt.

Strolz: Sind für ÖVP-Ideen

ÖSTERREICH: ÖVP-Minister Kurz fordert die Pensionsautomatik, die Neos auch?
Matthias Strolz: Ja, absolut. Es ist schön, dass die ÖVP da auf unsere Idee aufspringt. Das aktuelle System ist in Zukunft nicht mehr finanzierbar, die Pensionsautomatik ist die Chance, das System auch enkelfit zu machen.
ÖSTERREICH: Die SPÖ bezweifelt, dass der automatische Anstieg des rechtlichen Antrittsalters auch das faktische erhöht...
Strolz: Es funktioniert in anderen Ländern ja auch problemlos. Der Hausverstand sagt, dass das die Lösung ist, dieser Hausverstand scheint bei der SPÖ aber zu fehlen. Es geht zwar in die richtige Richtung, aber zu langsam.
ÖSTERREICH: Also Unterstützung für die ÖVP-Pläne?
Strolz: Ja, bei dieser Sache gehen wir mit.

Interview: (pli)

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