Internationale ISAF-Schutztruppe in Afghanistan

Muslim-Führer

"Österreich soll Neutralität einhalten, dann passiert nix"

Shaker Assem von der "Partei zur Befreiung der islamischen Welt" meint, dass Österreich keine Terror-Anschläge drohen - wenn es seine drei Soldaten aus Afghanistan zurückzieht.

Der österreichische Islamist Shaker Assem mahnt die österreichische Bundesregierung zur Einhaltung der Neutraität. Auf Ö1 meint der deutschsprachige Vertreter der "Partei zur Befreiung der islamischen Welt", dass dem Land keine Terrorgefahr drohe, wenn es die Neutralität im Auge behalte, sprich die drei Soldaten aus Afghanistan zurückholt. Die Österreicher sind im ISAF-Schutzkorps eingesetzt - also für friedensschaffende Maßnahmen.

"Österreich täte gut daran, am neutralen Prinzip festzuhalten", meint Shaker Assem, anstatt als "Werkzeug für die kolonialistische Politik der Weltmächte" zu handeln. Dann bestünde keine Gefahr für Terror-Anschläge in Österreich. Z.B. müssten eben die "Truppen" aus Afghanistan heim geholt werden.

Gewalt kommt vom Zorn
Die Gewalttendenzen extremistischer Muslime erklärt Assem mit deren Zorn. Er selbst könne seinen Zorn kanalisieren und lehne daher Gewalt ab. Das könnte aber nicht jeder Muslim, und dann würde sich Zorn "anders ausdrücken".

Bei dem - vorige Woche in Wien festgenommenen - 22-jährigen Islamisten Mohamed Mahmoud hätte sich der Zorn auch anders entladen. Assem und Mahmoud kennen einander. Assem zufolge wollte sich der junge Mann nur "in Szene setzen", konkret geplant habe er aaber nichts.

"Partei zur Befreiung der islamischen Welt"
Sie strebt einen Gottesstaat an, in dem alle islamischen Länder vereint werden sollen. In diesem "Kalifat des Propheten Mohammed" würde die Sharia gelten, das islamische Gesetz. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn auch Österreich Teil des Kalifats sei, aber nicht notwendig. Aufzwingen will Assem das Kalifat jedenfalls niemandem - schon gar nicht mit Gewalt und Terror. Eine Gesellschaft müsse den Gottesstatt wollen.

Die Gruppe ist in Deutschland verboten worden.

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