Vengaboys rocken letzte Donnerstagsdemo

Riesen-Party am Ballhausplatz

Vengaboys rocken letzte Donnerstagsdemo

Die Vengaboys haben am Donnerstag bei der wöchentlichen Demo am Ballhausplatz in der Wiener Innenstadt ihren 20 Jahre alten Hit "We're Going To Ibiza" performt. Die Donnerstags-Kundgebung fand nach der Entlassung der Bundesregierung unter dem Motto "Alles muss anders" statt. Mehrere Tausend Personen nahmen daran teil.

Die Demos waren ursprünglich gegen die ÖVP-FPÖ-Regierung gerichtet, wurden aber ungeachtet des Platzens der Koalition und den im September stattfindenden Neuwahlen fortgesetzt. "Kurz, Strache, Kickl und ihre Hawara sind zum Glück weg, aber eine andere Politik muss her", forderten die Redner.

Laut Polizei sammelten sich am Donnerstagabend 6.000, laut Veranstaltern 12.000 Personen, zwischen Bundeskanzleramt und Präsidentschaftskanzlei, auch Bäume wurden erklommen, um zur Bühne zu sehen. Kreativität bewiesen die Demonstranten bei der Gestaltung der Schilder, T-Shirts mit der Aufschrift "Zack, zack, zack Ibiza - Wer zahlt, schafft an" waren heiß begehrt. Nach den Reden ging es musikalisch durch den Abend, der Höhepunkt waren die Vengaboys.
 

Mega-Party mit Konfetti-Kanonen & Co.

Angekündigt wurden sie mit den Worten: "Für alle, die sich wundern, was alles noch möglich sein wird." Die Band startete kurz vor 20.00 Uhr unter lautstarkem Applaus mit ihrem Hit "We're Going to Ibiza". Die Menge tobte, am Ballhausplatz herrschte Partystimmung pur, Konfetti-Kanonen taten ihr Übriges.

In Wien zu sein, sei "so amazing", betonte das Quartett. Hits wie "Up & Down", "We Like to Party" und "Boom Boom Boom Boom" folgten. Zum Abschluss sangen sie noch einmal den Soundtrack zu den brisanten Enthüllungen rund um die Ex-FPÖ-Politiker Johann Gudenus und Ex-Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ). Die Stimmung am Ballhausplatz war ausgelassen, die Menschen tanzten und sangen lautstark mit.

Vengaboys Ballhausplatz Wien © TZOE/Eckhardt
 

Inoffizielle Hymne der Regierungskrise

Der Hit der Niederländer aus dem Jahr 1999 ist quasi die inoffizielle Hymne der Regierungskrise. An diesem Erfolg beteiligt war unter anderem der deutsche Satiriker Jan Böhmermann. Er postete nach Veröffentlichung des Ibiza-Videos am 17. Mai auf seinem Twitter-Channel kommentarlos den Link zum Youtube-Video des Vengaboys-Hits. Bei der ersten großen Demonstration am folgenden Tag am Ballhausplatz, als Strache seinen Rücktritt bekannt gab, wurde der Song von Teilnehmern gespielt und dazu ausgelassen getanzt.

Vengaboys Ballhausplatz Wien © TZOE/Eckhardt

Auch "Böhmi" schaute zu

Auch Böhmermann dürfte den Auftritt der Vengaboys am Donnerstagabend live mitverfolgt haben. Zumindest ließen Fotos der Band und des Auftrittes vom Ballhausplatz in seiner Instagram-Story darauf schließen.

Die Niederländer hatten es dank des Ibiza-Videos auch auf Platz eins der heimischen iTunes-Charts geschafft. "We're Going To Ibiza! Als Protestsong in Österreich! Sie hätten auch jeden Bob-Dylan-Song nehmen können", äußerte sich Sängerin Captain Kim im Vorfeld. Das beweise, dass die Österreicher nicht nur "einen fantastischen Musikgeschmack", sondern darüber hinaus "einen fantastischen Sinn für Humor" hätten, befanden sie vor ihrer Anreise zu ihrem Wien-Auftritt, zu dem sie mehrfach eingeladen worden waren.
 

 



 

 



 

 

 


 



 

 

 





 

 



 

 

 



 

 

 

 

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