Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache steht jetzt am kommenden Montag doch nicht vor Gericht: Es könnte eine weitere Anklage gegen ihn fertig sein.
Eigentlich sollte sich Strache in der kommenden Woche erstmals in Sachen FPÖ-Spesenskandal verantworten. Strache und einer weiteren Person werden Untreue vorgeworfen. Laut Anklageschrift soll der Ex-FPÖ-Chef versucht haben, sich 300.000 Euro anzueignen. Die FPÖ Wien hatte 2007 eine Lebensversicherung auf zehn Jahre abgeschlossen, als versicherte Person war Strache als Landesparteiobmann eingesetzt worden. Im Falle seines Ablebens sollte die Familie des Obmannes abgesichert werden, im Erlebensfall war die FPÖ Wien bezugsberechtigt. Strache wird vorgeworfen, auf eine Auszahlung an ihn gedrängt zu haben. Dazu kam es allerdings nicht. Einen neuen Termin für die ursprünglich auf vier Tage anberaumte Verhandlung gibt es noch nicht.
Strache weist Vorwürfe zurück.
Strache weist die Vorwürfe jedenfalls zurück: "Ich habe mir auch in diesem Zusammenhang zu keinem Zeitpunkt ein strafbares Verhalten zuschulden kommen lassen", hatte Strache nach Bekanntwerden der Anklage gesagt.
Zweite Anklage wegen Sidlo?
Grund für die Verschiebung dürfte laut "Kurier" sein, dass ein weiterer Strafantrag der WKStA gegen den FPÖ-Obmann fertig ist. Konkret geht es um die Casino-Causa, hier wurde ja rund um die Postenvergabe an den früheren Casinos-Manager Peter Sidlo schon seit gut fünf Jahren gegen Strache ermittelt. Laut Strafprozessordnung müssten in diesem Fall die Anklagen zusammengefasst werden. Und auch hier hatte der FPÖ-Chef jede Verantwortung von sich gewiesen...