Kostelka

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Senioren wollen 10 % mehr Pension

Pensionistenvertreter fordern Erhöhung über die Inflationsanpassung hinaus.

Wien. Bis Freitag soll der offizielle Inflationswert stehen, an dem sich die Pensionserhöhung ab nächstem Jahr orientieren wird. Die Statistik Austria geht von rund 5,8 % als Mittel von August 2021 bis Juli 2022 aus. Klar ist: Nicht genug für den SPÖ-Pensionistenverbands-Präsidenten Peter Kostelka.

10-%-Anstieg. „Es müssen 10 % Erhöhung sein, daran wird auch der Durchschnittswert nichts ändern“, fordert Kostelka gegenüber ÖSTERREICH. Mit der Pensionserhöhung über den Mittelwert hinaus müsse die verlorene Kaufkraft abgegolten werden, die Pensionisten seit Mitte des Vorjahres ausfinanzieren, so Kostelka.

Generationenkonflikt. Zuletzt hatte sich VP-Jugendstaatssekretärin Claudia Plakolm mit Verweis auf Generationengerechtigkeit gegen eine solche Erhöhung ausgesprochen. Einen Konflikt Jung gegen Alt sieht Kostelka allerdings nicht: „Der Großteil der Jungen will, dass die Älteren die Pension bekommen sollten, für die sie lang eingezahlt haben.“

Regierungskritik. Wenn die Berechnung vorliegt, will Kostelka schnellstmöglich Gespräche mit der Regierung aufnehmen. Er hofft auf eine Erhöhung wie 1974 – damals waren es 11,4 %. „Groschenzählerei“ vonseiten der Regierung lehnt er strikt ab: „Bei Seilbahnen & Co kam es zum Tiefgriff in die Staatskassen, bei Mindestpensionisten kritisiert man, das ist unvernünftig und ungerecht.“