Fekter zur Reform

"Arigona kann kein Bleiberecht beantragen"

arigona
© APA

ÖVP-Innenministerin Fekter erklärt, dass Flüchtlinge mit laufenden Verfahren kein Antragsrecht nach der neuen Regelung haben.

OE24 auf Google bevorzugen

ÖVP-Innenministerin Maria Fekter hat am Dienstagabend klargestellt, dass auch jene Personen, die vor Mai 2004 ins Land gekommen sind, keinen Antrag auf humanitäres Bleiberecht stellen können, wenn sie derzeit ein laufendes Verfahren haben. In diesem Fall würden auch bei Altfällen ebenso wie bei den Personen, die erst nach Mai 2004 nach Österreich gekommen sind, die Gründe im Verfahren mitgeprüft, so Fekter in der "ZiB2".

Arigona kann kein Bleiberecht beantragen
Für Arigona Zogaj bedeutet das, dass sie keinen Antrag auf humanitäres Bleiberecht nach der neuen Regelung stellen kann, weil sie bereits ein laufendes Verfahren hat. Bei der jungen Kosovarin werden die humanitären Gründe innerhalb dieses Verfahrens abgewogen. Es kann dabei sowohl zu einer positiven wie auch negativen Beurteilung kommen.

Trifft maximal 1.500 Altfälle
Eine Einschätzung, wie viele Personen mit der Neuregelung ein Bleiberecht erhalten könnten, wollte Fekter nicht abgeben. Aus dem Ministerium hatte es davor geheißen, dass rund 1.500 Fälle zu entscheiden sein würden.

Geschwister Zogaj in Ungarn gestrandet


1 / 6

zogaj1

4 Kinder im AsylantenlagerDie Geschwister Arigonas, hier die 7-jährige Albona, wollten zu ihrer Mama nach Oberösterreich.

© Lisi Niesner/TZ ÖSTERREICH

zogaj2

4 Kinder im AsylantenlagerSie versuchten, zu Fuß über Serbien und Ungarn nach Österreich zu gelangen. Das ist Albona mit ihrem 9-jährigen Bruder Albin.

© Lisi Niesner/TZ ÖSTERREICH

zogaj3

4 Kinder im AsylantenlagerDie beiden großen Brüder, der 19-jährige Alban und der 17-jährige Alfred, tragen seit Wochen die Verantwortung für die Kleinen. Der Vater ist untergetaucht.

© Lisi Niesner/TZ ÖSTERREICH

Fehler im Artikel gefunden?Jetzt melden