Mikl-Leitner

Quote nicht geschafft

Asyl: Vier Länder sind säumig

Laut Statistik schaffen vier Länder, allen voran NÖ, die vereinbarte Hürde nicht.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) rief am Sonntag in ÖSTERREICH das Ende der Herbergssuche in Sachen Asyl aus. Alle Bundesländer würden die Quote erfüllen, das seit Jahren überfüllte Lager Traiskirchen sei entlastet. Tatsächlich sind derzeit im Lager nur rund 600 Flüchtlinge – eine deutliche Entspannung im Vergleich zu vor drei Wochen, als 1.500 Asylwerber auf eine Unterkunft in den Bundesländern warteten.

Aber: ÖSTERREICH liegt die brandaktuelle Statistik vor – und die zeigt ein anderes Bild: Weil Traiskirchen geleert wurde, erfüllt ausgerechnet Niederösterreich die vereinbarte Quote von 88 Prozent nicht, liegt bei einer Quote von 85,8 Prozent. Auf die 100 Prozent fehlen 555 Asylwerber. Laut Statistik liegen auch Tirol, Kärnten und auch Oberösterreich knapp darunter. Nur Wien „übererfüllt“ die Quote.

„Schwankungen“
Das Ministerium beruhigt: „Es handelt sich um Tagesschwankungen, weil täglich Leute nachkommen oder von anderen übernommen werden. Niederösterreich erfüllt wie alle anderen Bundesländer die Quote von 88 Prozent“, sagt Karl-Heinz Grundböck vom Innenministerium.

In Wien, das seit Jahren seine Asyl-Quote übererfüllt und dem von Ministerium keine Entlastung in Aussicht gestellt wurde, sorgt Mikl-Leitners Ansage für gehörigen Ärger.

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