Caritas begrüßt neues Staatssekretariat

Integration

Caritas begrüßt neues Staatssekretariat

Hilfsorganisationen fordern aber einen zusätzlichen Expertenbeirat.

Die Einrichtung eines eigenen Staatssekretariats für Integration wird von den Hilfsorganisationen begrüßt. Caritasdirektor Michael Landau fordert aber zusätzlich, einen Fachbeirat für Integrationsfragen zu installieren. Dem neuen Staatssekretär Sebastian Kurz (ÖVP) soll man jedenfalls eine "faire Chance" geben, so Landau am Mittwoch in einer Aussendung. Diakonie-Direktor Michael Chalupka hätte sich überhaupt ein eigenes Ministerium für diese Thematik gewünscht, erklärte er im "Ö1-Mittagsjournal".

Caritas-Landau: "Endlich eigenes Staatssekretariat"
Landau zeigte sich erfreut, dass es "endlich" ein eigenes Staatssekretariat für Integration gibt: "Leider ist es jedoch nur eine halbe Lösung geworden, denn die Asyl- und Integrationsagenden gehören aus dem Innenministerium ausgelagert." Auch schlägt er die Installierung eines Fachbeirats vor, da es sich beim Thema Integration um eine Querschnittsmaterie handle. Die Caritas stehe jedenfalls mit ihrer Expertise zur Verfügung, so der Direktor.

Hilfsorganisationen wünschen Sebastian Kurz "viel Kraft"
Im "Mittagsjournal" sprach sich Caritas-Präsident Franz Küberl dafür aus, dass das neue Staatssekretariat über ausreichend Kompetenzen und Budget verfügen kann. Kurz müsse man eine Chance geben, wenngleich er sich in "dieser heiklen Frage" besonders kräftig ins Zeug legen muss, so Küberl. "Viel Kraft" in dieser schwierigen Situation wünscht Kurz auch Chalupka. Er begrüßt, dass das Thema Integration durch die Schaffung des Staatssekretariats einen höheren Stellenwert bekommt, hätte sich aber die Einrichtung eines eigenen Ministeriums gewünscht. Begrüßt wird die Einführung auch vom Roten Kreuz, man pocht aber ebenfalls auf ausreichend Kompetenzen.

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