Corona-Chaos: Ludwig zieht die Notbremse

Pandemie ist jetzt Chefsache

Corona-Chaos: Ludwig zieht die Notbremse

Stundenlange Wartezeiten an der Hotline 1450 – Neos verlangen Sonderprüfung. Bürgermeister Ludwig entmachtet Gesundheitsstadtrat Hacker.

 Die chaotischen Zustände bei den Corona-Tests in Wien sind längst eine echte Gefahr für die Sicherheit der Stadt – und für den SPÖ-Wahlkampf.

Neos: Engpass verpennt. Nach Berichten in ÖSTERREICH über stundenlange Wartezeiten an der Hotline 1450 und Bescheide, die erst eine Woche nach Ende der Quarantäne bei den Patienten eintrafen, schossen die Neos scharf: Christoph Wiederkehr kritisierte die „Untätigkeit von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker – wir schalten jetzt den Stadtrechnungshof ein. Massive Personalengpässe wurden viel zu spät angegangen.“

Kritik der ÖVP, dass die Gesundheitshotline wegen der ebenfalls hier möglichen Anmeldung für die Grippeimpfung zusammengebrochen sei, dementierte der zuständige Stadtrat Peter Hacker (SPÖ).

Ludwig greift ein. Dass es täglich bis zu 18.000 Anrufe wegen der neuen Welle gibt, ist freilich eine Tatsache – im August waren es 1.200 pro Tag gewesen. Dass der Gesundheitsstadtrat darauf bis zuletzt nicht reagiert hatte, ist ebenso ein Faktum. Deshalb griff ihm Bürgermeister Michael Ludwig am Mittwoch mit aller Kraft ins Ruder.

Er kündigte eine massive Aufstockung des Personals für die Bekämpfung des Virus an: „Wenn man alles zusammenrechnet, sind das mehr als 1.000 Personen, die wir zusätzlich während der Coronazeit einstellen wollen.“

Ein großer Teil, nämlich 500 Personen, werden im Contact Tracing neu engagiert. Insgesamt sollen dann 600 Mitarbeiter die Kontaktpersonen Infizierter identifizieren und Infektionsketten nachverfolgen – gelingt dies nicht, ist die Pandemie außer Kontrolle.

Die Tracer sollen dann auch bei der Hotline 1450 mitarbeiten. Bei der Rettung wird das Personal um 75 Personen aufgestockt – sie sollen für schnellere Tests sorgen. Auch der effizientere Gurgeltest soll laut Ludwig schnellere Ergebnisse ermöglichen.

Für die Information der Betroffenen werden 150 Mitarbeiter bei der Gesundheitsbehörde engagiert.

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