Austro-Polit-Trio beim Papst

Angelobung

Austro-Polit-Trio beim Papst

Fischer, Faymann und Spindelegger in Rom. Und ein Kardinal als Mediator.

Heinz Fischer und seine Margit durften die Inauguration von Papst Franziskus in der ersten Reihe – vorne rechts vom Altar – verfolgen. SPÖ-Kanzler Werner Faymann und ÖVP-Vizekanzler Michael Spindelegger saßen in der zweiten Reihe. Der Einzige der Politikerdelegation, der am Petersplatz die Kommunion entgegennahm, war der gläubige Katholik Spindelegger.

Die gemeinsame Reise nach Rom war ein Novum für die heimische Politik: Erstmals befanden sich alle drei Herren in einem Flieger und logierten in einem Hotel. Im Aldrovandi nahe der Villa Borghese wurden sie in verschiedenen Stockwerken untergebracht: Das Ehepaar Fischer im vierten, Faymann im dritten und Spindelegger im zweiten Stock. Gefrühstückt wurde getrennt.

Trotz Wahlkampfs bemühten sich die drei in der Ewigen Stadt aber um Harmonie.

Als Mediator war dann nach der Einweihungsmesse ohnehin Kardinal Christoph Schönborn da. Er gesellte sich im Vatikan zu ihnen. Und schnell war klar: Der heimische Kardinal ist extrem populär. Immer wieder unterbrachen Priester und Kardinäle die Gespräche von Fischer, Faymann und Spindelegger mit Schönborn, um diesen zu begrüßen. Schönborn hat den Papst zum Anfassen in den vergangenen Tagen noch besser kennenlernen können. Franziskus wohnte weiterhin mit den anderen Kardinälen im Gästehaus des Vatikans und gesellte sich – entgegen den Konventionen – zum Frühstück stets zu seinen früheren Kollegen.

Gestern am Nachmittag kehrten die drei Austro-Politiker dann jedenfalls wieder per Jet zurück nach Wien.

Kardinal Schönborn blieb bis zum Abend. Er nahm den Zug nach Wien. Bescheidenheit kennt er schon länger.

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