Politik-Insider

Sprengt U-Ausschuss die Regierung?

Nehammer Kogler
© APA/ROLAND SCHLAGER
Brisante Zeugen, offene Rechnungen und Sideletters. Platzt die Koalition, fragen immer mehr Politiker und Medien.
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Nervosität. Noch bevor der U-Ausschuss mit dem klingenden Namen ÖVP-Korruptions-Ausschuss am 2. März tagen wird, steigt die Nervosität:

In den Oppositionsparteien glaubt man, dass die ÖVP „aus der Koalition aussteigen könnte, um den U-Ausschuss abzudrehen“.

In der türkisen Welt meint man hingegen, dass der U-Ausschuss darauf „ausgelegt“ sei, nach „Sebastian Kurz die ganze ÖVP zu sprengen“. Und überlegt die Gegenstrategie: Diverse Zeugen – etwa Sigi Wolf, aber auch Kurz und seine Vertrauten – könnten viel über Polit-Praktiken, Sideletters, Postenbesetzungen und sonstige Indiskretionen berichten. Das wiederum solle dann FPÖ, SPÖ und auch den eigenen Koalitionspartner Grüne mit hineinziehen.

Auch Nehammer soll im Ausschuss belastet werden

Neue Chats und die Sideletters könnten allerdings Kurz und noch aktive VP-Politiker in Nöte bringen. Rot, Blau und Pink versuchen zudem, „das System ÖVP“ – „Postenbesetzungen im Innenministerium“ – zu beleuchten. Zudem wollen sie, dass Kanzler Karl Nehammer – er ist der erste Zeuge – sich klar von Kurz distanziert. Das könnte Troubles in der ÖVP auslösen. Die Türkisen wollen wiederum „Justizministerin Alma Zadic ins Visier“ nehmen, sagt ein Stratege. Die Sideletters mit Grün und Blau sind auf „Auge um Auge“ im Ausschuss angelegt. Ein Motto, das die Koalition rascher platzen lassen könnte, als manche glauben und zu Neuwahlen führen könnte.

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