Der exklusive Aufsperr-Plan nach dem Lockdown

Friseure & Lokale bleiben zu

Der exklusive Aufsperr-Plan nach dem Lockdown

Um dritten Lockdown zu verhindern, überlegt Regierung Öffnung erst am 9. Dezember. Wer dann öffnet und wie lange andere Bereiche noch warten müssen.

Die Öffnungen, die das „virologische Quartett“ Kanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Innenminister Karl Nehammer heute verkünden wird, werden kleiner ausfallen, als manche sich erhofft hatten.Zunächst informieren um ca. 13.00 Uhr Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler, Innenminister Karl Nehammer und Gesundheitsminister Rudolf Anschober. Danach folgt um ca. 14.30 Uhr eine weitere Pressekonferenz mit weiteren Details mit den zuständigen Fachministern und Fachministerinnen.

 

Auch wenn die Neuinfektionen zurückgehen, sind sie noch meilenweit von der nötigen maximalen 7-Tages-Inzidenz von 50 pro 100.000 entfernt. Trotzdem sperrt der Handel auf. Überlegt wurde aber eine Öffnung erst am 9. Dezember, um Massenszenen am ­Marienfeiertag zu vermeiden. Auch die Pflichtschulen werden wieder Unterricht anbieten.

Strenges Sicherheitskonzept für Handel

➔ Kapazität. Die Geschäfte müssen pro Kunden 10 Quadratmeter gewährleisten. Shoppingcenter und größere Geschäfte – die vor dem Lockdown leider Massen und Gedränge zugelassen hatten – müssen klarere Sicherheitsregeln inklusive Securitys, die Kapazitäten überprüfen, sicherstellen, wenn sie wieder öffnen.

Friseure, Kosmetik und Maniküre müssen warten

➔ Dienstleistungen. Friseure, Kosmetik, Maniküre und weitere Dienstleister sollen noch nicht gleichzeitig aufmachen können. Hier wird auf die weiteren Zahlen geachtet. Sie könnten zwei Wochen später öffnen. Ebenfalls mit Kapazitätsregeln und Maskenpflicht.

Gastronomie soll bis Jänner zubleiben

➔ Restaurants. Speisen und Trinken in geschlossenen Räumen sollen noch bis Jänner nicht in den Lokalen möglich sein. Die Gastronomievertreter hatten sich präventiv gegen Kapazitätsbegrenzungen – in New York dürfen etwa bei weniger Neuinfektionen als in Österreich nur 30 % der üblichen Gästeanzahl ­bedient werden – ausgesprochen.

Da sie 80 % ihres Vorjahresumsatzes erhalten und Take-away und Lieferservice anbieten dürfen, wollen viele ohnehin nicht öffnen, heißt es.

➔ Bars und Nachtklubs. Die Nachtgastronomie könnte noch länger zubleiben. Sie gilt weltweit als Superspreader-Setting.

Hotels, Fitnesscenter & Kultur teilweise offen

➔ Tourismus. Hotels sollen erst im Jänner wieder öffnen.

➔ Kultur. Größere Theater, Oper und Events aller Art werden bis Jänner nicht gehen.

➔ Museen. Museen und kleinere Bühnen könnten nach Weihnachten wieder öffnen.

➔ Sport. Fitnesscenter bleiben zu. Einzelsport­arten ab Mitte Dezember aber möglich.

Isabelle Daniel

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