Der Kampf um die Ski-Gebiete

Kurz will Lifte öffnen

Der Kampf um die Ski-Gebiete

Österreich zittert um Milliarden: Den Skistopp bis Mitte Jänner darf es nicht geben.

„Alpenlockdown“ wegen Corona – Italien, Deutschland und Frankreich fordern massiv, dass in Europa bis Mitte Jänner kein Skitourismus stattfinden darf. Frankreichs Präsident Macron: „Unsere Wintersportorte dürfen frühestens Ende des Jahres eröffnet werden.“ Für Italiens Premier Conte ist ein Skiverbot während der Weihnachtszeit „unvermeidbar“.

Deutschlands Kanzlerin Merkel sagte, dass es ihr „die Sorgen auf die Stirn treibt, wenn sie hört, dass Österreich die Skilifte wieder laufen lassen will“. Bayerns Markus Söder warnt sogar explizit vor Skitourismus in Österreich.

Für Österreich geht es in diesem Corona-Winter um einen Teil der Volkswirtschaft: mehr als 50 Millionen Nächtigungen, zwischen 16 und 20 Milliarden Euro Umsatz. 300.000 Jobs wackeln. Kanzler Kurz lehnt eine länderübergreifende Verschiebung der Saisoneröffnung in Skigebieten ab.

Protestaktion der Ski-Verbände ab Montag

Liftbetreiber und ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel macht mobil: „Ohne Skifahren wäre Österreich ein armes Land“, so er. Gemeinsam mit den regionalen Skiverbänden will er am Montag in einem offenen Brief eine Protestnote einbringen. Schröcksnadel und die Präsidenten warnen vor Massenarbeitslosigkeit, sollte der Wintertourismus durch gesetzliche Verordnungen zum Stillstand gebracht werden. Auch der deutsche Skiverband protestiert inzwischen.

Kampfbereit sind auch die Landeshauptleute. Sie wollen ihre Skigebiete schon vor Weihnachten aufsperren lassen. Kärntens Peter Kaiser konferierte mit Vertretern der italienischen Regionen Friaul-­Julisch Venetien und Veneto das weihnachtliche Skiverbot. Vertreter beider Regionen lehnten das entschieden ab. Auch sie wollen die Skigebiete und Hotels am 18. Dezember öffnen.

Peter Kaiser: „Wir wollen den Wintertourismus zulassen – natürlich mit den notwendigen Hygiene- und Sicherheitskonzepten“, so Kaiser. Die steirischen Bergbahnen wollen bereits am 7. Dezember aufsperren: „Der größte Feind des Virus sind viel Bewegung im Freien und frische Luft“, so Fachgruppen-Obmann Giradoni. Der betont: „Der Startschuss in den Winter ist nicht nur für die Bergbahnen ein überlebenswichtiges Signal, sondern für alle Wintersportregionen in ­Österreich“. (wek)

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