Franz Vranitzky

Der 'Alte' soll es richten

Die SPÖ hofft jetzt auf Vranitzky

Ex-SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky ist der Hoffnungsträger der SPÖ - als Mediator.

Der "Alte" - wie Rote den 82-jährigen Ex-Kanzler Franz Vranitzky liebevoll nennen -solle "es richten". Für den Altkanzler würden alle Lager in der SPÖ mittlerweile echten Respekt empfinden. Er könnte als Mediator in der größten Krise der SPÖ fungieren, lautet daher die Hoffnung von einigen. Offenbar brauchen sie Vranitzky, um sich auf einen zukunftsträchtigen Weg zu einigen. Und einen neuen Chef - wann auch immer.

Soll Rendi-Wagner bleiben oder gehen?

Geht sie oder bleibt sie? Will sie weiter SPÖ-Chefin sein oder schmeißt sie von selbst hin? All diese Fragen diskutieren gerade rote Funktionäre quer durch Österreich. Gemeint ist -Überraschung - SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner. Während die SPÖ in allen aktuellen blauen Skandalfällen -freundlich ausgedrückt - von der Spielerbank aus zuschaut, bleibt die Krise der SPÖ ungelöst. Und die rote Personaldebatte am Leben. Nach der steirischen Landtagswahl könnte sie neu und offen entbrennen.

Video zum Thema: SPÖ: Neue Personal-Debatte um Rendi-Wagner

In der roten Welt gibt es derzeit mehrere Gruppen mit unterschiedlichen politischen Zielen:

  • Rendi-Wagner selbst und ihr Beraterkreis wollen, dass sie SPÖ-Vorsitzende bleibt. Dass sie von sich aus -etwa bei starken Verlusten der SPÖ in der Steiermark -hinschmeißen könnte, halten SPÖ-Insider denn auch für "extrem unwahrscheinlich".
  • Eine weitere Gruppe um Ex-SPÖ-Geschäftsführer Max Lercher - er selbst dementiert diese Pläne - scheint hingegen wieder an der Ablöse der Parteichefin zu arbeiten. Diese rote Basis-Truppe träumt von Lercher als neuem Obmann.
  • In den mächtigen SPÖ-Ländergruppen Wien, Burgenland und Steiermark dürfte man aber wenig von Lerchers SPÖ-Neugründungsplänen halten. Wien und Burgenland wollen zudem eher die burgenländische Landtagswahl im Jänner abwarten, bevor sie handeln.
  • Backstage gibt es aber auch noch viele Funktionäre, die früher handeln wollen und sich einen neuen Chef aus Gewerkschaftskreisen wünschen würden. Hier fällt häufiger der Name Roman Hebenstreit.
  • Und last, but not least gibt es noch einen Kreis an einstigen SPÖ-Granden, die sich wieder Medienmanager Gerhard Zeiler als neuen SPÖ-Chef wünschen.

Zeilers Buch hat Sprengkraft für die SPÖ

Just am Tag nach der Steiermark-Wahl -am 25. November -erscheint zudem Zeilers Buch Leidenschaftlich rot. Der Haken an Zeiler: Er hätte kein Nationalratsmandat. Er könnte also nicht Klubchef werden, sagen Rote.



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