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Auf oe24.TV

Django-Rücktritt: So reagiert Strache

FPÖ-Chef Strache gab oe24.TV ein erstes Interview.

Knalleffekt in der österreichischen Innenpolitik. ÖVP-Chef und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner erklärte am Mittwoch seinen Rücktritt.

ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner führte am Nachmittag LIVE auf oe24.TV das erste Interview mit HC Strache nach dem Django-Aus. Der FPÖ-Chef sprach sich dabei für Neuwahlen aus. Dies liegt allerdings nicht in der Hand der FPÖ.

Dann fand Strache in einem ausführlichen Interview mit oe24.TV klare Worte zum Mitterlehner-Abgang: "Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass der ÖVP-Chef - schon wie in den vergangenen Jahren - nicht den Rückhalt in der Partei hat."

Kurz ein Feigling?

Für Strache fehlt es Kurz an Mut - er habe Sobotka nur vorgeschoben, um die unangenehme Arbeit zu machen. Denn, so Strache: "Man hat den Eindruck, dass jemand von hinten den Herrn Sobotka als Rammbock vorgeschickt hat. Als ob Kurz durch Sobotka gesprochen hätte und nicht selbst den Mut hat, selbst Verantwortung zu übernehmen."

Seit 2008 und dem Wahlplakat von Ex-SPÖ-Kanzler Werner Faymann mit "Genug gestritten" habe sich nichts geändert. Strache: "Da könnte man jetzt genausogut das Gesicht vom Kern hineinsetzen."

Fischt Kurz im FPÖ-Wähler-Teich?

Dass Sebastian Kurz mit seinen Themen durchaus in angestammten Bereichen der FPÖ "wildert" - siehe Asyl-Thematik - ist klar. Dazu gefragt, winkte FPÖ-Chef Strache jedoch ab - die Bevölkerung sehe, dass die ÖVP und Kurz die freiheitlichen Themen zwar übernehme, es dabei aber an Glaubwürdigkeit fehle. "Es fehlt der Wille zu handeln", so Strache. Kurz würde dem "Stress-Test" im Parlament nicht standhalten - wie man in den vergangenen Wochen gesehen habe.

Strache: Kurz hat als Integrationsminister versagt

Allein das Türkei-Verfassungs-Referendum und die enorm hohe Zustimmung für Erdogan bei den Austro-Türken habe gezeigt, dass Kurz als Innenminister versagt habe. "Da kann man nicht dran vorbeisehen. Kurz setzt nichts um", zürnt Strache.

Zu Innenminister Werner Sobotka, der interimistisch die ÖVP-Führung übernimmt, fällt Strache auch nicht viel Gutes ein. Ob er ihm als ÖVP-Chef lieber sei? "Die sind sich alle ziemlich ähnlich", so Strache süffisant. Vor allem die Kriminalitäts-Steigerung im Zusammenhang mit der Migrationspolitik wirft Strache dem Innenminister vor.

58 Jahre altes Wahlplakat
Strache meldete sich zudem gewohnt auf Facebook. Der Freiheiltiche schrieb„ÖVP-Chef Mitterlehner gibt seinen Rücktritt bekannt!“ und postete dazu ein Wahlplakat aus dem Jahr 1959.

Dabei bekämpfen sich ein schwarzer und ein roter Kater, nur um nach der Wahl wieder zusammenzuarbeiten. "Nur müsste man da noch Kätzchen der eigenen Partei (ÖVP) hinzufügen, die dem eigenen schwarzen Kater die Krallen in den Rücken bohren...", so Strache.

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