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Innsbruck

EM-Debakel kostet Vizebürgermeister Job

Den Organisatoren der EM-Fanzonen fehlen 900.000 Euro. Platzgummer übernimmt nun die politische Verantwortung.

Nach dem Bekanntwerden von Ungereimtheiten und einem Finanzloch im Zusammenhang mit Fußballeuropameisterschaft EURO 08 in Innsbruck, hat Vizebürgermeister und EURO-Koordinator Christoph Platzgummer (Liste "Für Innsbruck") am Freitagnachmittag das Handtuch geworfen. Er trat mit sofortiger Wirkung von allen seinen politischen Ämtern zurück, erklärte er in einer Aussendung.

"Politische Verantwortung"
"Ich bekenne mich zur vollen Aufklärung aller im Zusammenhang mit der Abwicklung der EURO 2008 aufgetretenen Fragen. Unabhängig von der Arbeit der Prüforgane von Stadt und Land besteht aber auch eine politische Verantwortung, die ich sehr ernst nehme", teilte er mit. Es entspreche seiner Auffassung von einer korrekten Aufgabenerfüllung, klare Schritte zu setzen.

Riesiger Finanzloch
Anfang Mai war bekanntgeworden, dass die Organisation der Fanzonen bei der Euro 2008 ein Finanzloch hinterließ, das um 900.000 Euro größer war als angenommen. Die Untersuchungen, was genau zu dieser Fehlplanung führte, sind noch im Gang. Platzgummer entschloss sich dennoch, sich noch vor deren Abschluss aus der Politik zurückzuziehen.



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