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"Parteirücklage"

FPÖ bunkerte Goldschatz in "Pension Enzian"

Kein Witz: Die FPÖ Wien hatte in ihrer parteieigenen „Pension“ in Osttirol Goldbarren gelagert.

Wien, St. Jakob. Laut "profil" fand die Justiz bei einer Nachschau im Zuge der Casinos-­Affäre in einer Pension in Osttirol – Goldbarren. Das Brisante: Das Gold, das in der Pension Enzian in einem Tresor lag, ist im Eigentum der FPÖ Wien und des Wiener Landtagsklubs. So habe erst FPÖ-Chef Dominik Nepp sowie ein Steuerberater nach St. Jakob
Defereggental fahren müssen, um den Tresor zu öffnen.
 
Dass Gold darin lag, war dann auch einem – geschwärzten – Notariatsakt zu entnehmen, der 2015 angelegt worden war. Demnach handle es sich „um beträchtliche Mengen“ von Halb-Kilo-Barren, das schließe man aus der Menge der geschwärzten Seriennummern der Barren.
 

Ein Halb-Kilo-Barren ­kostet rund 21.000 Euro

 
Die Hausdurchsuchung hatte schon am 12. August stattgefunden. Doch das Gold, so versichert Wiens FPÖ-Landesgeschäftsführer Michael Stumpf, habe die FPÖ bereits 2008 gekauft, und zwar „über ein österreichisches Bankinstitut“. „Damals war ja die Bankenkrise. Wir haben uns wie ordentliche Kaufleute entschlossen, einen Teil der Rücklagen krisensicher in Gold anzulegen, andere Parteien spekulieren ja mit Steuergeld.“
 
Potpourri. Gekauft habe man das Edelmetall „aus Mitgliedsbeiträgen, Parteienförderung – eben aus dem ganzen Potpourri unserer Einnahmen“. Wie viel angelegt wurde, ließ sich Stumpf nicht entlocken, es sei ein „überschaubarer“ Betrag. Nur zur Info: Ein Halb-Kilo-Barren kostet rund 21.000 Euro – bei 10 Stück wären es also 210.000 Euro.
Auch wo das Gold jetzt lagere, wollte Stumpf nicht sagen. Warum die FPÖ Gold kaufe? „Finanzielle Rücklagen in Form von Gold sind in Zeiten von Währungskrisen eine Frage der Vernunft.“ (gü)
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