Kraus Pühringer

Nach Hebein-Rücktritt

Grüne versuchen den Neustart

Judith Pühringer und Peter Kraus wollen Grüne wieder regierungsfähig machen. 

Wien. 2018 hat Peter Kraus, Wunsch-Nachfolger und „politischer Ziehsohn“ von Maria Vassilakou, die Wahl um den Chefsessel bei den Wiener Grünen recht überraschend an die Vertreterin der linkslinken Fraktion Birgit Hebein verloren.
Die Folgen waren verheerend – die im Dunstkreis der autonomen Szene sozialisierte Hebein zerkrachte sich so heftig mit der SPÖ, dass nach der Gemeinderatswahl im Vorjahr Michael Ludwig zur rot-pinken Koalition wechselte und die Grünen aus der Stadtregierung flogen.


Trümmerfrauen und -männer für die Grünen


Wiederaufbau. Inzwischen ist Hebein aus der grünen Partei ausgetreten – und heute versucht sich die einstige Regierungspartei wieder selbst auf Schienen in Richtung Comeback in der Stadtregierung zu bringen.


Bei der 85. Landesversammlung in der Messe Wien wird nach der Rede von Vizekanzler Werner Kogler ein Duo versuchen, die Delegierten von einer künftigen Doppelspitze zu überzeugen. Einer der „Trümmerfrauen und -männer“ ist just Peter Kraus, der als „Erfinder der Ampelpärchen“ in die rot-grüne Geschichte einging.


Ihm zur Seite steht Judith Pühringer, die von Hebein einst als Quereinsteigerin geholt wurde – sie ist als Sozialarbeiterin bei der Caritas sozialisiert. Manch Gewerkschafter in Wien meint, dass Pühringer mit ihrer konstruktiven Art und ausgeprägten sozialen Ader auch in der SPÖ eine gute Figur machen würde.
Ihr Job wird genauso einfach wie fast unmöglich: Die Grünen in Wien zurück in eine Regierungsbeteiligung bringen ... (gaj) 



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