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Bundesheer hat kein Geld

Aus für Leistungsschau am Nationalfeiertag

Unser Heer muss sparen. Deshalb fällt die traditionelle Leistungsschau am Heldenplatz 2019 ins Wasser.

Jedes Jahr am 26. Oktober rollen die Panzer am Wiener Heldenplatz auf und die Heereshubschrauber stehen bereit, um von Groß und Klein inspiziert zu werden. Der Run auf die traditionelle Herres Leistungsschau am Nationalfeiertag ist jedes Jahr ungebrochen. Dieses Jahr müssen die Fans allerdings darauf verzichten.

Wie die "Kleine Zeitung" berichtet, soll aufgrund von Geldmangels beim Bundesheer diese Schau heuer gestrichen werden. Das Sparprogramm sieht heuer nur noch die Angelobung der Rekruten und die Kranzniederlegung am Grab des unbekannten Soldaten vor.

Der neue Übergangs-Verteidigungsminister Thomas Starlinger spricht von "budgetären Engpässen". Das Heer habe massive Budgetprobleme und sei weit davon entfernt die vorgegebenen Aufgaben erfüllen zu können. Und in den nächsten Jahren scheint es keine Besserung zu geben.

© APA/HELMUT FOHRINGER
Thomas Starlinger
× Thomas Starlinger
Verteidigungsminister Thomas Starlinger muss sparen

Minister drohte bereits mit Rückzug aus Auslandsmissionen

Schon in den vergangenen Wochen machte Starlinger immer wieder auf die Budget-Misere des Heeres aufmerksam. So drohte er zuletzt mit einem möglichen Rückzug des österreichischen Bundesheeres aus derzeitigen Auslandsmissionen. "Unter der derzeitigen Ressourcenlage werden wir nicht mehr in der Lage sein, das in diesem Ausmaß aufrechterhalten zu können", sagte er am Montag vor dem EU-Verteidigungsministerrat in Luxemburg.

Österreich leitet derzeit zwei der vier Militärmissionen der Europäischen Union - jene in Bosnien-Herzegowina und seit kurzem auch jene in Mali. Sollte das Heer nicht mit ausreichenden Mitteln ausgestattet werden, werde man gezwungen sein, sich aus dem Kosovo "Schritt für Schritt" zurückzuziehen, so die Einschätzung Starlingers. Österreich stellt derzeit über 400 Soldaten in der von der NATO geführten KFOR-Mission im Kosovo.
 



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