Heer schickt Berufssoldaten nach Spielfeld

Flüchtlingskrise

Heer schickt Berufssoldaten nach Spielfeld

Eine Assistenzkompanie wird vom Burgenland in die Steiermark verlegt.

Das Bundesheer schickt weitere Soldaten an den Grenzübergang Spielfeld. Freitagabend wurde eine weitere Assistenzkompanie vom Burgenland in die Steiermark verlegt. "Die 79 Soldaten sind einsatzerfahrene Berufssoldaten der 3. Panzergrenadierbrigade aus Niederösterreich und dem Burgenland", teilte das Bundesheer in einer Aussendung am Samstag mit.

Damit sind bereits 880 der 1.500 Soldaten im sicherheitspolitischen Assistenzeinsatz in der Steiermark eingesetzt. Medien berichteten indes von einer explosiven Stimmung in Spielfeld - sowohl was den Migrantenansturm betrifft als auch zwischen Polizei und Bundesheer. So soll vergangenen Donnerstag ein Stein auf einen Polizist geworfen worden sein. Das Nachrichtenmagazin "profil" berichtet in seiner Montag erscheinenden Ausgabe wiederum, dass es im Zuge des gemeinsamen Einsatzes zu heftigen Kontroversen zwischen Polizei und Bundesheer gekommen sein soll.

Laut "profil" ließ die Einsatzleitung der Polizei am Mittwoch, dem 28. Oktober, gegen 18.00 Uhr die Schleusen an der Grenze aus Sicherheitsgründen zumindest teilweise öffnen, da 3.000 Flüchtlinge am Bundesstraßen-Grenzübergang versammelt waren und von slowenischer Seite 1.500 weitere Personen nachrückten. Vor der Öffnung der Schleusen zogen sich die Polizeibeamten zurück. Im vorderen Pulk der Flüchtlinge blieben nur die Bundesheer-Soldaten - ohne entsprechende Schutzausrüstung wie etwa Sicherheitswesten. In der anschließenden Einsatzbesprechung gerieten Polizei- und Bundesheeroffiziere heftig aneinander. Meinungsverschiedenheiten gibt es laut "profil" auch über das taktische Vorgehen in Spielfeld. Der Vorschlag des Heeres, einen Pandur-Radpanzer zur Eindämmung drängender Flüchtlinge an der Grenze zu positionieren, wurde von der Polizei abgelehnt.
 

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