Hofburg: Weiterhin Wirbel um Wahlkarten

Anzeige in 5 Bezirken

Hofburg: Weiterhin Wirbel um Wahlkarten

Eine Woche nach der Präsidentschafts-Wahl gehen die Emotionen immer noch hoch.

Das Herzschlag-Finale im Rennen um die Hofburg beschäftigt die Menschen auch eine Woche danach noch. Nachdem erst das Auszählen von 766.076 Wahlkarten-Stimmen am Montag das Ergebnis gebracht hatte, brach ein regelrechter Shitstorm auf Seiten der FPÖ und ihrer Fans aus. Der blaue Kandidat Norbert Hofer fing damit an. Noch am Wahlsonntag meinte er: „Bei den Wahlkarten wird immer ein bisschen eigenartig ausgezählt.“

Seine aufgebrachten Anhänger brauchten nicht mehr. Seitdem ist in den Kommentaren auf den ­Facebook-Seiten von Hofer und Heinz-Christian Strache vom „Betrüger-Präsident“ und „Schwindler“ Alexander Van der Bellen die Rede.

Wahlbehörde prüft das 
Ergebnis aus Waidhofen

Inzwischen gibt es Hinweise auf einen konkreten Fehler. In Waidhofen an der Ybbs (NÖ) scheint ein falscher Wert bei der Wahlbeteiligung auf. Die Wahlbehörde prüft das bis zur formalen Bekanntgabe des Endergebnisses am kommenden Mittwoch.

Zudem hat das Innenministerium in fünf Bezirken (Südoststeiermark, Wolfsberg, Villach, Villach-Land und Hermagor) Anzeige erstattet. Dabei geht es um den Verdacht der Urkundenfälschung, weil in das Wahlprotokoll eine falsche Zeit eingetragen wurde. Auf seiner Facebook-Seite postete das Ministerium: „Zum Heulen ist das.“

Die Wahlkarten wurden 
zu früh ausgezählt

Mit dem Wahl-Ergebnis hat das nichts zu tun. Konkret soll schon vor der gesetzlich vorgesehenen Uhrzeit – Montag nach der Wahl, 9 Uhr – mit dem Auszählen der Wahlkarten begonnen worden sein. In den Protokollen, die auch von FPÖ-Beisitzern unterschrieben wurden, ist als Zeit aber 9 Uhr vermerkt.

Doppeltes Wählen
Verwunderung löst der Fall des Wieners Chris Bienert aus. Er hatte eine Wahlkarte, durfte aber dennoch in der Wahlzelle wählen (siehe Interview links). Die FPÖ überlegt derzeit noch, ob sie die Wahl beim Verfassungsgerichtshof anfechten wird.



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