Kanzler-Partei von FPÖ eingeholt

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Kanzler-Partei von FPÖ eingeholt

Erstmals seit 2017 holt die FPÖ die ÖVP ein -Türkis ist wieder auf Mitterlehner-Niveau. 

Wie sehr haben die Türkisen vor einem Rückfall in alte Zeiten gewarnt, als die ÖVP unter Reinhold Mitterlehner bei 20 % herumgrundelte und sogar die FPÖ stärker war. Nun, nach zwei Wahlsiegen von Sebastian Kurz, dessen Rücktritt und zwei Kanzlerwechseln zu Karl Nehammer, ist es (fast) wieder so weit. In der aktuellen ÖSTERREICH-Umfrage der Lazarsfeld-Gesellschaft (2.000 Interviews in KW 24 und 25, Schwankung ±2,24 %) kann Blau Türkis erstmals seit 2017 einholen.

© tzoe/Lazarsfeld Gesellschaft
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Türkises Drama. Die Kanzlerpartei kommt demnach nur noch auf 21 % - gleich viel wie die FPÖ, die zuletzt unter der radikalen Politik ihres Parteichefs Herbert Kickl nicht recht vom Fleck kam. Doch damit scheint es nun zu Ende zu sein; Blau legt in einem Zug zwei Punkte zu und springt über die 20-%-Marke. Und: Auch die Grünen schwächeln. Mit 9 % liegen sie nicht nur mehr als 4 Punkte unter ihrem Wahlergebnis, sondern auch hinter den Neos.

Rot-pinker Höhenflug. Doch nicht nur die FPÖ ist im Hoch: Die SPÖ von Pamela Rendi-Wagner führt seit Februar -und liegt aktuell bereits 10 Prozentpunkte vor der ÖVP. Die Neos lassen zwar einen Punkt liegen, bleiben aber deutlich vor den Grünen. Eher schwach die Impfgegnerpartei MFG, die mit 4 %um ein Einzug ins Parlament zittern muss.

Koalitionen: Ampel ist Top, Türkis-Grün Flop

Austro-Ampel. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Wären heute Neuwahlen -Türkis-Grün hätte nur 30 %oder matte 57 (!) Mandate. Zum Regieren braucht es aber 92 - und da hätte wie in Deutschland eine "Austro-Ampel" aus SPÖ, Neos und Grünen mit 96 Sitzen eine Mehrheit. Zweite realistische Variante wäre die Große Koalition aus SPÖ und ÖVP mit 99 Sitzen.

Doch warum geht es Türkis-Grün so schlecht? Ganz einfach. Nur 22 %halten die Koalition für stabil. Da glauben selbst Koalitionsfans nicht mehr an ihre Regierung 

© oe24
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