Kern & Kurz: Wahlkampf im Krisen-Gebiet

400 Mio. Hilfsgelder

Kern & Kurz: Wahlkampf im Krisen-Gebiet

Kurz stellt Hilfsgelder in Aussicht, Kern fordert drei Urlaubstage mehr für Helfer.

Am Montag reisten sowohl SPÖ-Kanzler Chris­tian Kern als auch ÖVP-Chef Sebastian Kurz in das Kata­strophengebiet in Oberwölz.

Den Anfang machte Kurz, der bereits um acht in der Früh Opfer und Helfer traf. Bei einem gemeinsamen Termin mit Finanzminister Hans Jörg Schelling und Landeschef Hermann Schützenhöfer (beide ÖVP) sicherte er finanzielle Soforthilfe zu. 100 Millionen werden sofort zur Verfügung gestellt, 400 Millionen sind im Katastrophenfonds vorhanden.

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Kern & Kurz: Wahlkampf im Krisen-Gebiet

Kern: Urlaubstage für 
Helfer, Kurz: Soforthilfe

Kurz betonte ein Übereinkommen der Bundesregierung, „möglichst schnell zu helfen“. Anträge können Betroffene ab sofort stellen.

Am Nachmittag kam Kern nach Oberwölz. Er besuchte Bundesheer-Soldaten im Katastropheneinsatz, wohnte einer Sitzung der Einsatzleitung bei und versprach ebenfalls schnelle Hilfe. „Die Menschen können sich auf die Bundesregierung verlassen“, sagte er. Der Kanzler fordert zudem drei zusätzliche Urlaubstage für freiwillige Helfer. Die Kosten dafür würden aus dem Katastrophenfonds des Bundes beglichen: „Der ist gut gefüllt, das ist machbar“, so Kern.

Kern und Kurz hatten für ihren Auftritt in der Steiermark andere Termine gecancelt. Kurz wollte einen neuen Kandidaten vorstellen, das passiert nun heute.

Auftritte von Politikern in Katastrophengebieten sind heikel, vor allem mitten im Wahlkampf. Das war beiden bewusst. Kurz traf sich mit den Opfern bewusst ohne Medienbegleitung, um sich nicht dem Vorwurf auszusetzen, politisches Kleingeld zu wechseln. Kern trat betont seriös im Anzug auf und verzichtete auf Gummistiefel-Optik.
Debora Knob



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