Sondersitzung

Kickl: Kurioses Geschenk für Ex-Kanzler Kurz

Der FPÖ-Chef attackierte bei der Nationalrats-Sondersitzung die ÖVP frontal.

Kanzler Alexander Schallenberg (ÖVP) hat bei seiner Regierungserklärung im Nationalrat klar gemacht, dass er den Kurs seines Vorgängers Sebastian Kurz (ÖVP) fortsetzen wird. Kritik musste der neue Regierungschef dabei -  wenig überraschend - von der Opposition einstecken. 

Der neue Kanzler hat für FPÖ-Chef Herbert Kickl gleich in seiner ersten Rede "einen moralischen Absturz" geschafft: "Ein Begräbnis für eine millionen-fache Erwartungshaltung", so Kickl zu Schallenbergs gestrigem Auftritt. Reue, Einsicht, Demut seien Dinge, die es gebraucht hätte: "Nichts ist gekommen, weil sie zutiefst verhabert sind. Sie sind einer von dieser Partie."

Kickl attackierte in seiner Rede auch den Ex-Kanzler.Machtgier und Machtmissbrauch, schwere Korruption, Respektlosigkeit, Niedertracht, Heuchelei - diese Mischkulanz sei das, was die türkise Welt zusammenhalte, meinte Kickl. Die Lichtgestalt sei über Nacht zum gefallenen Engel geworden, so der Freiheitliche in Richtung Kurz, der erst am Donnerstag sein Mandat im Nationalrat ausüben wird.

Buch für den Altkanzler

Am Ende seiner Rede präsentierte der FPÖ-Chef dann auch ein Geschenk für den Altkanzler. "Kurz hat jetzt ja viel Zeit zu lesen." Er habe ihm deshalb ein "Stück Weltliteratur mitgebracht, so Kickl. "Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde. Ich finde das passt ausgezeichnet." 

Im Roman geht es um Dorian Gray, der ein Porträt besitzt, das statt seiner altert und in das sich die Spuren seiner Sünden einschreiben. Während Gray immer maßloser und grausamer wird, bleibt sein Äußeres dennoch jung und makellos schön.  



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