Textilien in Braunau

Klage gegen Laden mit Nazi-Klamotten

steinar
© www.thorsteinar.de

Der Geschäftsinhaber hat eine Räumgsklage am Tisch, weil er den Vermieter nicht über sein (rechtslastiges) Sortiment informiert hat.

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Gegen einen in rechten Kreisen beliebten Textilshop in Braunau am Inn in Oberösterreich läuft eine Räumungsklage. Das Geschäft, das Kleidung der umstrittenen ostdeutschen Marke "Thor Steinar" verkauft, soll dem Verein "Österreichischer Auslandsdienst" weichen, der sich aufgrund eines Urteils in Deutschland gute Chancen ausrechnet, in den Räumlichkeiten bald sein Gedenkdienstbüro einrichten zu können.

Steinar in Hitlers Geburtsstadt
Der Shop hatte bereits nach seiner Eröffnung vor einigen Monaten für Aufregung und heftige Kritik in Braunau - der Geburtsstadt Adolf Hitlers - gesorgt. Der Inhaber des Ladens habe den Vermieter nicht über die Modemarke, die der führt, informiert, so Andreas Maislinger vom Auslandsdienst. Ihn stimmt ein Urteil aus Deutschland optimistisch: In Berlin habe das Gericht in einem ähnlichen Fall den Mietvertrag wegen "arglistiger Täuschung" für nichtig erklärt.

Gedenkdienst statt Nordlicht
Der Verein "Österreichischer Auslandsdienst", der im Fall einer Räumung in das Lokal einziehen soll, bietet seit 1992 Zivildienstpflichtigen die Möglichkeit, alternativ einen Sozial-, Friedens, oder Gedenkdienst auf der ganzen Welt zu leisten. Letzterer befasst sich mit den Opfern des Nationalsozialismus mit besonderer Berücksichtigung jüdischer Verfolgter.

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