Knalleffekt: SP-Klubchef Oxonitsch geht

Wiener SPÖ

Knalleffekt: SP-Klubchef Oxonitsch geht

Nach Frauenberger und Mailath-Pokorny der nächste prominente Abgang in der Wiener SPÖ. 

Bei den Wiener Sozialdemokraten wird ordentlich umgekrempelt. Bevor Noch-Bürgermeister Michael Häupl sein Amt offiziell an Nachfolger Michael Ludwig übergibt, kommt es jetzt zum dritten prominenten Abgang innerhalb weniger Wochen in der Partei.

Auch SPÖ-Klubobmann Christian Oxonitsch zieht sich aus seiner Funktion zurück. Er bestätigte dies am Dienstag gegenüber der APA. Oxonitsch musste, da die SPÖ einen Regierungssitz verlor, 2015 bereits seinen Posten als Stadtrat für Jugend, Bildung, Sport und Information zurücklegen.
 

Nachfolger Mitte Mai

 
Seither stand er (wie schon von 2001 bis 2009, Anm.) wieder dem Rathausklub vor. Die Wahl des Nachfolgers soll Mitte Mai in der Klubvollversammlung erfolgen. Eine formale Angelobung im Gemeinderat ist nicht nötig.
 
Oxonitsch begründete seinen Schritt im APA-Gespräch mit den aktuellen Änderungen innerhalb der Wiener SPÖ: "Das ist eine Neuaufstellung der Partei." Er sei der Meinung, dass es auch an der Zeit sei, dass jemand neuer die Funktion des Klubchefs übernehme. Mit der Person des nächsten Bürgermeisters Michael Ludwig habe seine Entscheidung aber "überhaupt nichts zu tun", versicherte er.
 

Unterstützer von Schieder

 
Der scheidende Klubchef galt allerdings, auch wenn er sich nicht offen deklarierte, als Unterstützer von Andreas Schieder im Rennen um den Parteivorsitz bzw. den Bürgermeistersessel. Oxonitsch deutete heute zumindest an, dass er sich unter Ludwig nicht als Idealbesetzung im Klub gesehen hätte: "Der Posten ist eine maßgebliche Kommunikationsdrehscheibe, da braucht man maximale Information." Es komme in der SPÖ nun ein neues Team zum Zug, es sei nötig, dass der Klubobmann hier besonders gut eingebunden sei, sagte er.
 
Oxonitsch bleibt als Mandatar im Landtag bzw. Gemeinderat. Vorschläge bezüglich seiner Nachfolge will er zumindest nicht öffentlich kundtun: "Da mische ich mich nicht ein."
 

Auch Frauenberger und Mailath-Pokorny

 
In der Wiener SPÖ lichten sich derzeit die Reihen. Zuletzt haben bereits Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny das Handtuch geworfen. Die neue Stadtratsriege soll gemeinsam mit Bürgermeister Ludwig am 24. Mai angelobt werden. Wer in den vakanten Ressorts - auch in Ludwigs Wohnbauressort muss ein Nachfolger gesucht werden - zum Zug kommt, ist noch offen. Das soll erst in den SPÖ-Gremien am 14. Mai entschieden werden.
 
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